Das Lernen- lernen oder wie lerne ich richtig!

Der Ernst des Lebens beginnt

Mit dem Beginn der Schulzeit, nimmt die Bedeutung des Begriffs Lernen zu. Sicher war es auch schon in der Kindergartenzeit wichtig, sich bestimmte Sachverhalte, Gedichte, Lieder oder Termine zu merken aber die Schulzeit ist konkret mit dem  Lernen als Tätigkeit verbunden. Viele Eltern oder Großeltern meinen ja heute noch: “Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“ In einem Alter, in dem Kinder relativ schnell und ohne Probleme lernen, können  Abc-Schützen diesen Spruch überhaupt nicht deuten. Der neue Lebensabschnitt bringt meistens neue aufregende Erlebnisse und neue Freunde. Endlich können die Schulkinder dann auch das Lesen, Rechnen und Schreiben lernen. Immer häufiger treffen wir aber auch auf Schulanfänger, die bereits erste Wörter lesen und schreiben können. Auch die Welt der Zahlen ist ihnen nicht mehr unbekannt. Durch ältere Geschwister oder durch die eigene Neugier hat es sich bereits mit den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen vertraut gemacht.

Welcher Lerntyp bin ich?

In den weiterführenden Klassen, bei Zunahme des Lernstoffes ist es dann notwendig, herauszufinden welcher Lerntyp man ist. Die Wissensaufnahme erfolgt über unsere Sinne. Durch diesen Sachverhalt ergibt sich die Tatsache, dass die drei grundsätzlichen Lerntypen auch dementsprechend klassifiziert werden.

1.        Der visuelle Lerntyp  erfasst mit den Augen das Wesentliche. Deshalb ist es wichtig, dass der Lernstoff – farbig markiert, gut strukturiert, in Übersichten, in Tabellen, in Skizzen und in kurzen prägnanten Merksätzen dargeboten wird.

2.       Der akustische Lerntyp  erfasst mit den Ohren das Wesentliche. Deshalb ist es bei ihm wichtig, dass er sich den Lernstoff selber laut vorliest und ihn dann ständig für sich laut wiederholt.

3.       Der motorische Lerntyp erfasst das zu Lernende am besten, wenn er die Sachverhalte durch das Tätigwerden mit den Händen unterstützt. Das heißt, das Merkwissen immer wieder abschreibt, Skizzen, Tabellen, Übersichten immer und immer wieder aufschreibt oder aus dem Kopf aufmalt. Das begleitende Kommentieren der Aufzeichnungen kann das Lernen weiter unterstützen.

Die Mischung macht’s!

Zu wissen, dass es auf jeden Fall Mischformen der Lerntypen gibt, wird einige Leser beruhigen, denn aus der eigenen Erfahrung heraus, hat bestimmt jeder schon einmal alle drei Lernmöglichkeiten in den verschiedensten Lernsituationen angewandt. Sicher ist es auch abhängig von dem Unterrichtsfach und dem jeweiligen Lerninhalt.

Nachhilfepartner.de bietet Hilfe beim Lernen

Schüler mit Lernschwierigkeiten sollten auf jeden Fall herausfinden, mit welcher Form des Lernens sie am besten zurechtkommen. Dieses kann aber nur passieren, wenn sie lernen. Hilfe und Unterstützung kann dabei ein professioneller Nachhilfelehrer bieten. Dieser ist in der Lage, verschieden Lerntechniken zu vermitteln und Hilfe zum Lernen zu geben. Das schnelle und kostenlose Suchen und Finden von Nachhilfepartnern in der jeweiligen Region, ist Aufgabe der Webseite http:/nachhilfepartner.de. Hier können sich auch interessierte Schüler, Studenten aber auch engagierte Lehrer als Nachhilfelehrer kostenlos registrieren und hilfesuchende Eltern und deren Kinder ihre Hilfe als Nachhilfelehrer anbieten. Mit einer unkomplizierten Kontaktaufnahme kann der Nachhilfeunterricht bereits am nächsten Tag beginnen.
Oft ist nur eine kurzfristige Begleitung beim Lernen notwendig, damit der Schüler wieder Erfolg, Selbstvertrauen und  Freude am Lernen und der Schule hat.

7. Januar 2012     Jan     Allgemein | add to mister wong     kommentieren

Die Welt mit allen Sinnen begreifen- heißt Lernen von Anfang an

Mit unseren Sinnen erleben wir die Welt in all ihren Facetten und unser Gehirn als Schaltzentrale des Körpers ist für die Verarbeitung der unterschiedlichsten Reize zuständig. Bereits mit dem ersten Schrei eines neuen Erdenbürgers beginnt der Prozess des Lernens und Begreifens. Die unmittelbare Zuwendung der Eltern oder einer anderen Bezugsperson fordert den neuen Erdenbürger zu Reaktionen und Aktionen und recht schnell hat er  verstanden wie die Welt um ihn tickt. Ganz geschickt setzt er unbewusst oder bald schon bewusst die akustische Wahrnehmungsfähigkeit seiner Eltern ein, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Aktionen und Reaktionen des Babys und der Eltern bedingen einander. Unsere Umwelt nehmen wir von Anfang an mit den Sinnen auf. Wir hören, sehen, riechen, fühlen und schmecken. Wir erleben unser häusliches Umfeld, unsere Bezugspersonen, die Nahrung, die Natur, die Gesellschaft. Dabei machen wir die unterschiedlichste Erfahrungen, ordnen sie ein, werten, vergleichen und ziehen Schlussfolgerungen für unser weiteres Tun. In den ersten Lebensjahren bestimmt das Spiel die meiste Zeit des Kindes. Hier verarbeitet das Kind all die Erfahrungen, die es täglich durch die Aufnahme der verschiedenste Sinnesreize macht. In unterschiedlichen Spielformen , die es unwillkürlich selber wählt, Funktionsspiel (Freude an der Bewegung) Informationsspiel (Lernspiel) Konstruktionsspiel (Bauklötze) Illusionsspiel (Als-ob-Spiel)  Rollenspiel („Vater, Mutter, Kind“) Regelspiel (Mensch ärgere Dich nicht) lebt es sich aus und unbewusst kommt es zu Wahrnehmung- und Konzentrationsschulung , zur Entwicklung der Fein- und Grobmotorik, zur Sprachentwicklung, zur Förderung des Gleichgewichtssinnes, zur Entwicklung des Zahl- und Mengenbegriffs. Aber auch andere wesentliche soziale Kompetenzen werden im Spiel gefördert und sind für das Leben in der Gemeinschaft von großer Wichtigkeit. Das Spielen miteinander, der Gedankenaustausch, das untereinander Helfen, das Eingehen auf Kompromisse , das Ansprechen von fremden Kindern, um mitspielen zu können, oder das Fragen nach Spielmaterialien, das Absprechen von Regeln oder Spielideen, das eigene Zurückstellen von Wünschen und Ideen und
das Unterordnen im Spielverlauf sind nicht zu unterschätzende soziale Fähigkeiten, die das Kind in den verschiedensten Spielformen lernt. Eine gute Vorbereitung für den sogenannten Ernst des Lebens, den Schuleintritt ist gegeben, wenn interessierte Eltern, Großeltern und Erzieher in den Kitas für abwechslungsreiche Spielangebote sorgen und dem Kind freie Auswahl lassen.

17. Dezember 2011     Jan     Schule | add to mister wong     kommentieren

Ausländer nehmen keine Arbeitsplätze weg

Der Lernblog von Lern-Online.net  hat mit Dario Mohtachem, dem Herausgeber von migration-business über Chancen und Probleme der Migration, die Rolle der ethnischen Wirtschaft und über die Unternehmerkultur in Deutschland gesprochen.

 

Lernblog: Herr Mohtachem, stellen Sie sich bitte einmal kurz vor und erzählen Sie uns was migration-business ist.

 

Dario Mohtachem: migration-business ist das ethnische Wirtschaftsmagazin für Deutschland, das bedeutet: Wir berichten über Fach- und Führungskräfte mit Migrationshintergrund aus den unterschiedlichsten Branchen. Kurz gesagt: Über die ethnische Wirtschaft. Wir präsentieren Einwanderer mit ihren Ideen, Geschichten und Errungenschaften und wollen dadurch mit unserem Magazin aufzeigen, wie wertvoll kulturelle Vielfalt für Deutschland ist. Wir geben dadurch aufstrebenden Unternehmern eine Perspektive, liefern ihnen Vorbilder und unterstützen sie mit Karrieretipps auf ihrem Weg.

 

Lernblog: Was sind die wichtigsten Fähigkeiten, die ein Migrant in Deutschland haben muss, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein?

 

Dario Mohtachem: Ich denke, dass Migranten oftmals schon viele wichtige Fähigkeiten mitbringen, vor allem diejenigen die auch über Migrationserfahrung verfügen. In Deutschland herrscht noch häufig ein Bild des „Migranten“ als sozial schwach und als passives Opfer der Gesellschaft. Hier liegt wertvolles Potential brach. Viele Migranten verlassen ihre Heimat, nehmen allerlei Strapazen auf sich und überwinden größte Belastungen, nur um sich eine bessere Zukunft in Deutschland zu ermöglichen. Zudem sehen sie sich häufig konfrontiert mit Zuschreibungsprozessen der Mehrheitsgesellschaft. Sie sind daher flexibel, belastbar und haben bereits gelernt mit Problemen umzugehen. Migranten müssen aber die gleichen Fertigkeiten mitbringen wie Einheimische, um erfolgreich zu sein. Den Vorteil den viele Migranten mitbringen ist zweifelsfrei die Mehrsprachigkeit. Die Nachteile liegen eher in den Deutschkenntnissen, vor allem bei Menschen, die spät zugewandert sind und in der Qualität der Netzwerke. Die autochthone Bevölkerung hat über Generationen Netzwerke aufgebaut und gepflegt. Und Netzwerke sind mitentscheidend, wenn es um die Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen geht. Hier gilt es anzusetzen, um viele Migranten wirtschaftlich besser zu integrieren – man muss wirtschaftliche Netzwerke und Brücken schaffen, die der heutigen Einwanderungsgesellschaft entsprechen.

 

Lernblog: Was muss die Politik in Deutschland machen, damit Migranten nicht in Parallelgesellschaften aufgehen, sondern ein gutes Miteinander zwischen verschiedenen Kulturen bestehen kann?

 

Dario Mohtachem: Die Politik ist bereits auf einem guten Weg: Erst kürzlich wurde das Anerkennungsgesetz beschlossen, so dass viele Menschen, die im Ausland einen Abschluss erworben haben, darauf hoffen können, dass ihr Abschluss anerkannt wird und sich so neue Perspektiven eröffnen. Zudem wurden die Hürden für Zuwanderer gesenkt: Das Mindesteinkommen wurde von 66.000 auf 48.000 Euro gesenkt, was noch nicht genug ist, aber es geht in die richtige Richtung. Doch die Politik allein kann mit Gesetzen nicht viel bewirken. Es muss auch bei den Menschen vor Ort ankommen. Daher muss die Politik Vereine und Organisationen unterstützen, die sich um ein besseres kulturelles Miteinander bemühen und Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft bauen. Kein Gesetz hilft, unabhängig davon wie gut es gemeint ist, wenn Menschen nicht wirtschaftlich teilhaben können. Daher haben wir migration-business gegründet: Viele Probleme haben einen wirtschaftlichen Nährboden: „Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“ oder „die liegen uns doch nur auf der Tasche!“ sind falsche Aussagen, denen wir durch unsere Berichterstattung zu entgegnen versuchen. Aber nicht nur das Aufzeigen hilft weiter: Wir brauchen auch die Unterstützung der Politik: Das Ziel der Politik sollte sein, Menschen in Beschäftigung zu bekommen und mehr Menschen mit Migrationshintergrund partizipieren zu lassen. Durch die Wahlberechtigung werden Menschen motiviert, sich mit politischen Inhalten auseinanderzusetzen und durch das Arbeitsleben treten Menschen unterschiedlicher Herkunft in Kontakt zueinander. Durch den interkulturellen Austausch zwischen Einheimischen und Einwanderern können neue Ideen und Innovationen entstehen, die Deutschland bereichern und die Wirtschaft ankurbeln. Das muss die Politik erkennen.

 

Lernblog: Planen Sie für ihr Online-Magazin ein extra Ausgabe für ein Tablet-PC bzw. Smartphones oder/und planen sie auch ein Printausgabe zu verwirklichen?

 

Dario Mohtachem: Wir haben zunächst als Onlinemagazin gestartet, da wir seit Jahren erkennen können, dass immer weniger Menschen Printmedien konsumieren. Stattdessen werden soziale Netzwerke, Onlinemedien und Apps interessanter in der Zukunft und besonders von jungen Menschen häufiger genutzt. Es ist also durchaus möglich, dass wir in naher Zukunft eine App oder extra Ausgabe für Smartphones erstellen. Das Printmagazin ist aktuell noch nicht in Planung, auch wenn wir es nicht ausschließen wollen.

 

Lernblog: Halten Sie Deutschland für ein unternehmerfreundliches Land für Migranten?

 

Dario Mohtachem: Ich denke, dass Deutschland auf einem guten Weg ist: An verschiedenen Universitäten wie beispielsweise der FU Berlin werden „Business-Plan“-Wettbewerbe durchgeführt und Studenten werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Mikrokreditinstitute und beispielsweise die IBB-Bank in Berlin vergeben Kredite an Menschen, die eine Idee haben und sich versuchen selbstständig zu machen. Darüber hinaus gibt es noch viele Beratungsstellen für Existenzgründer. Trotz allem kann ich Deutschland noch nicht als Unternehmer-„freundlich“ bezeichnen. Selbstständigen werden noch häufig zu viele Steine in den Weg gelegt. Man muss Genehmigungen an verschiedensten Stellen einholen und wird demnach überwältigt von deutscher Bürokratie. Besonders Menschen, die nach Deutschland einwandern, verfügen meist nicht über ausgezeichnete Deutschkenntnisse und müssen sich zudem in einem neuen System einfinden. Sie fragen sich: „Warum muss ich mich hier und da anmelden, obwohl ich doch nur mein Geschäft eröffnen und mich wirtschaftlich betätigen will?“ Viele erkennen noch immer nicht den Beitrag der Unternehmer für das Gemeinwesen: Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, geben vielen Menschen eine Perspektive und zahlen Steuern, die zur Alimentierung der deutschen Sozialkassen beitragen. Wir sollten Unternehmer und Existenzgründer mehr wertschätzen: Sie investieren Zeit, Geld und Anstrengung, um sich aus eigener Kraft etwas aufzubauen und ihre Träume zu verwirklichen, was wiederum vielen anderen Menschen langfristig zu Gute kommt. Sie sitzen nicht da, sondern „unternehmen“ etwas.

 

Lernblog: Viele Migranten sind Flüchtlinge wie Umweltflüchtlinge, Klimaflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge. Was können die Deutschen tun, damit sich die Flüchtlinge von den Strapazen in ihrem Heimatland befreien und sich in Deutschland wie zu Hause fühlen?

 

Dario Mohtachem: Ich habe einige Personen getroffen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind und sich heute erfolgreich eine Existenz aufgebaut haben. Sie hatten jedoch anfangs hart zu kämpfen. Flüchtlinge, die einer Diktatur entflohen sind, kamen in den demokratischen Rechtsstaat Deutschland. Doch eine rechtstaatliche Demokratie fanden sie hier nicht vor. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bleibt Flüchtlingen meist untersagt. Es ist durchaus verständlich, dass Menschen ohne deutschen Pass anfangs von einigen Privilegien eines Staatsbürgers ausgeschlossen werden können. Doch sie auch gänzlich vom Arbeitsleben und grundlegenden Rechten auszuschließen, ist fatal. Die Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, können sich oftmals nicht vorstellen, wie es in den Herkunftsländern der Flüchtlinge zugeht und begehen ein Verbrechen, wenn sie diese einfach zurückschicken wollen oder in Deutschland keine Perspektiven ermöglichen. Zunächst können wir in Deutschland versuchen mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Ausländerbehörden zu beschäftigen. Der Alltag in Ausländerbehörden wurde mir von einigen Menschen beschrieben, die jeden Monat darum bangen mussten, nach Hause geschickt zu werden. Vielen Beamten fehlt es dort an gewisser Sensibilität und interkultureller Kompetenz. Besonders das Wort „Wirtschaftsflüchtling“ finde ich beschämend. Es ist völlig normal, dass Menschen, die in ihrem Land keine wirtschaftlichen Perspektiven für sich und ihre Familie sehen, sich ein Leben unter besseren Umständen ermöglichen wollen. Aber meiner Ansicht nach gibt es keine Rechte ohne Pflichten: Migranten, die neu zuwandern, müssen ihren Beitrag leisten und versuchen an der deutschen Gesellschaft teilzuhaben. Aber man muss auch von Seiten der Mehrheitsgesellschaft Menschen anderer Herkunft mit einem Grundrespekt und Toleranz begegnen, unabhängig davon, wo diese Menschen herstammen. Es ist immer ein Geben und Nehmen.

 

Lernblog: Ist es in der Planung euer Magazin migration-business in einer anderen Sprache online zu stellen bzw. eure Artikel zu übersetzen auf Englisch?

 

Dario Mohtachem: Wir planen das Magazin künftig auch so weit wie möglich in die englische Sprache zu erweitern, da es sich schließlich um ein Magazin handelt, das sich mit Migration und internationalen Themen befasst und zudem Kontakte zur diplomatischen Szene Deutschlands pflegt.

 

Lernblog: Denken Sie, das Wirtschaftsethik heutzutage noch eine große Rolle spielt bei dem Handeln deutscher Unternehmer und Unternehmerinnen?

 

Dario Mohtachem: Ich hoffe es zumindest. Einseitiges Streben nach Gewinn wird langfristig keinen Erfolg bringen. Soziale Verantwortung und moralische Werte sollten das Handeln der Unternehmer immer begleiten.

 

Lernblog: Wer wird im 21. Jahrhundert in die Geschichte als Supermacht eingehen, die USA, die Volksrepublik China oder etwa die Europäische Union?

 

Dario Mohtachem: Die Europäische Union tut sich derzeit etwas schwer. Viele schauen nur auf den Preis der Eurokrise, aber vergessen den Wert der EU. Vor allem Deutschland zahlt zwar am meisten in den Topf ein, aber ist auch als Exportnation Nutznießer der EU.

Die Menschen halten die Errungenschaften der Europäischen Union fälschlicherweise für selbstverständlich. Europa war eine Region, in der es häufig Kriege gab und sich einige Staaten feindseelig gegenüber standen. Durch die EU wurde Frieden und Wohlstand nach Europa gebracht. Alle Schritte zurück zu klassischen Nationalstaaten sind Schritte in die falsche Richtung. Probleme können heutzutage nur noch länderübergreifend angegangen werden.

Wer als Supermacht in die Geschichte eingeht, kann ich jedoch schwer sagen. Wir müssen aber klar erkennen, dass China bereits zu einem „global player“ geworden ist, der in der Weltpolitik zunehmend an Einfluss gewinnt und mitmischen wird.

Sollte Deutschland die Vorteile und Bereicherung der Migration entdecken, so ist es möglich, dass deutsche Unternehmer zusammen mit Unternehmern aus dem Ausland Joint Ventures eingehen und ausländische Märkte für Deutschland neu entdecken können.

 

Lernblog: Vielen Dank für das Gepräch!

5. Dezember 2011     webmaster     Interview, Wirtschaft | add to mister wong     , , ,      kommentieren

Droht der EU eine Schweizer Franken Hypothekarkrise?

Griechenland ist ein Sündenbock der EU, weil es ein orthodoxes Land ist wie Serbien oder Russland.

Italien, Portugal, Spanien und Irland, die anderen PIGGS Länder, sind hingegen katholische Länder.

Aber auch die Schulde dieser katholischen PIIGS Länder sind übersehbar!

Wo das Problem der EU wirklich ernst wird, verschweigt man es vorerst noch immer, nämlich der Hypothekarverschuldung innerhalb der EU mit Schweizerfranken Hypotheken!

Am 7. Februar 2009 schrieben Martin Brown und Marcel Peter in der NZZ über die bemerkenswerte Karriere des Schweizerfrankens im Osten und meinten damals, dass osteuropäische Haushalte und Unternehmen mit Frankenkrediten geringeren Wechselkursrisiken ausgesetzt sind als bisher vermutet.

Dies war ein grosser Irrtum, denn im Jahr 2010 stürzte der Euro gegenüber dem Schweizer Franken ab und erreichte einen Tiefstand in diesem Jahr von einem Euro zu einem Schweizer Franken.

In Ostmitteleuropa haben in den letzten Jahren immer mehr Haushalte und Unternehmen Schulden in Schweizerfranken aufgenommen, weil diese mit vergleichsweise niedrigen Zinsen verbunden waren.

In den vergangenen Jahren haben Schweizerfrankenkredite in einzelnen Ländern Ost- und Westeuropas ein erstaunliches Ausmass angenommen. Heute machen Frankenkredite in Ungarn und Polen mehr als die Hälfte des Hypothekarmarktes aus. Selbst im Euro-Land Österreich ist fast ein Drittel der Haushaltskredite in Franken denominiert. Private Haushalte und Unternehmen nehmen Frankenkredite auf, um von tieferen Zinsen gegenüber Forint, Zloty oder Euro zu profitieren. Dabei gehen sie ein beträchtliches Risiko ein, weil sie bei einer Höherbewertung des Frankens gegenüber der Lokalwährung allenfalls nicht mehr in der Lage sein könnten, ihre Schulden zu bezahlen, weil diese dadurch aus ihrer Sicht schwerer geworden sind. Die Asienkrise Ende der 1990er Jahre hat gezeigt, dass eine Verschuldung des Privatsektors in Fremdwährung die Stabilität des Finanzsektors gefährden kann.

Konzentration in Polen und Ungarn
Nachdem sich der Schweizerfranken in den letzten Monaten gegenüber mehreren europäischen Währungen aufgewertet hat, stellt sich die Frage, in welchem Ausmass Frankenkredite den Finanzsektor in den betroffenen Ländern gefährden. Frankenkredite sind in Zentral- und Osteuropa entgegen der allgemeinen Wahrnehmung nur in einzelnen Ländern bedeutend. Eine Studie der Schweizerischen Nationalbank zeigt, dass das ausstehende Volumen an Fremdwährungskrediten in dieser Region Ende 2007 insgesamt rund 275 Mrd. Fr. betrug. Hiervon machten Frankenkredite nur 75 Mrd. Fr. aus. In den meisten Ländern der Region lauten die Fremdwährungskredite vorwiegend auf Euro. Nur in Ungarn, Polen und Kroatien ist ein wesentlicher Anteil dieser Kredite in Franken denominiert (vgl. Grafik).

Polen und Ungarn sind mit je HF 30 Milliarden die einzigen Länder Zentral- und Osteuropas, in denen das Volumen an Frankenkrediten dasjenige von Euro-Krediten übersteigt.

In beiden Ländern dominiert der Franken das Hypothekargeschäft.

Im Jahr 2007 lauteten in Ungarn 90% der neu abgeschlossenen Hypotheken auf Franken, womit der Anteil der Frankenkredite bei Haushalten auf insgesamt 60% stieg.

Unternehmenskredite wurden mehrheitlich in Lokalwährung ausgestellt; nur 16% der ungarischen Unternehmenskredite sind in Franken denominiert. In Polen zeigt sich ein ähnliches Bild.

Die Verbreitung von Frankenkrediten in Ungarn und Polen ist vergleichbar mit derjenigen in Österreich, wo man mit CHF 84 Miliarden das grösste Volumen an Frankenkrediten im Ausland findet.

Ausgehend von Vorarlberg in den 1990er Jahren, haben sich Frankenhypotheken in allen Regionen verbreitet.

Seit mehreren Jahren sind um die 30% des Haushaltskreditvolumens in Österreich in Franken denominiert.

Wie in Polen und Ungarn sind Frankenkredite auch in Österreich bei Unternehmen weniger verbreitet als bei Haushalten; sie machen mit CHF 13 Milliarden nur 7% des Kreditvolumens dieses Sektors aus.

In Deutschland, Frankreich und Italien sind Frankenkredite weniger bedeutend, obwohl die wirtschaftlichen Verflechtungen der Schweiz mit diesen drei Nachbarländern stärker sind als mit Österreich.

In Deutschland und Frankreich ist das Volumen der Frankenkredite zwar beträchtlich; allerdings macht dieses in beiden Ländern nur etwa 1% des gesamten Kreditvolumens aus, in Italien gar nur 0,3%.

Zum Vergleich: In Österreich lauten 13% des gesamten Kreditvolumens auf Franken.

Nicht nur die Verbreitung von Frankenkrediten, sondern auch ihre Struktur scheint sich zwischen Österreich und den übrigen Nachbarländern zu unterscheiden.

Während Frankenkredite in Österreich vorwiegend in Form von Hypotheken an inländische Haushalte vergeben werden, sind es in Deutschland mehrheitlich Kredite an Unternehmen im In- und Ausland.

Ein beträchtliches Volumen an Frankenkrediten findet man auch auf dem internationalen Finanzplatz Luxemburg. 8% des Kreditvolumens machen sie hier aus, der Grossteil davon an ausländische Gegenparteien.

Fremdwährungskredite sind für Haushalte und Unternehmer risikoreicher als Kredite in Lokalwährung, da sie ein Wechselkursrisiko bergen.

Wertet sich der Franken gegenüber dem Zloty, Forint oder Euro auf, wie dies in den letzten Monaten der Fall war, steigen die in Lokalwährung zu bezahlenden Zins- und Amortisationszahlungen eines Frankenkredites.

Ob der Kreditnehmer diese Zahlungen leisten kann, hängt in erster Linie davon ab, ob er entsprechende Einkünfte in Franken hat und somit gegen Wechselkursänderungen abgesichert ist.

Bei Kreditnehmern ohne Einkünfte in Fremdwährung hängt die Zahlungsfähigkeit von der Höhe ihres Einkommens und Vermögens in Lokalwährung ab.

Aus Sicht der Kreditgeber zeichnen sich Fremdwährungskredite ebenfalls durch besondere Risiken aus.

Zwar sind die Banken aufgrund von Vorgaben der Aufsichtsbehörden in der Regel gegen Wechselkursänderungen abgesichert.

Aber dem Kreditausfallrisiko als Folge von Wechselkursänderungen können auch sie sich nicht entziehen.

Kommt hinzu, dass die Ausfallwahrscheinlichkeiten bei Fremdwährungskrediten alle von der Wechselkursentwicklung abhängig und somit hoch korreliert sind.

Bedeutende Volumina an ausstehenden Fremdwährungskrediten sind daher für eine einzelne Bank ein Klumpenrisiko; für die ganze Branche können sie ein wesentliches Stabilitätsrisiko darstellen.

Wie gross sind die effektiven Risiken von Frankenkrediten in Polen, Ungarn oder Österreich?

Hierzu liefern zwei weitere Studien der Schweizerischen Nationalbank interessante Erkenntnisse.

Eine erste Studie untersucht die Wahl der Kreditwährung von Kleinunternehmen in 26 Transitionsländern.

Die Studie überprüft die vielfach zitierte Aussage, wonach Kleinunternehmer mit Fremdwährungskrediten meist gar keine Einkünfte in Fremdwährungen haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass Firmen, die Fremdwährungskredite aufnehmen, signifikant häufiger Fremdwährungseinkünfte aufweisen als Firmen mit Lokalwährungskrediten.

Das bedeutet, dass Kleinunternehmer mit Fremdwährungskrediten in Zentral- und Osteuropa zumindest teilweise einen natürlichen «Hedge» gegen Wechselkursrisiken haben.

Eine zweite Studie untersucht die Charakteristika – insbesondere die Risikofähigkeit – jener österreichischen Haushalte, die einen Wohnbaukredit in Fremdwährung aufgenommen haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass Fremdwährungskredite unter vermögenden und risikofreudigen Haushalten am weitesten verbreitet sind.

Ausserdem haben Haushalte mit einem Wohnbaukredit (in Fremd- oder Lokalwährung) ein höheres Einkommen und sind versierter in Finanzfragen als Haushalte ohne Wohnbaukredit.

Dies bedeutet, dass die Risikofähigkeit der in Fremdwährung verschuldeten Haushalte zumindest in Österreich relativ hoch ist. Lässt sich dieser beruhigende Befund auch auf Polen und Ungarn übertragen?

Eine Studie der ungarischen Zentralbank zeigt, dass bei einer kräftigen Aufwertung des Frankens zahlreiche Haushalte mit ihren Hypotheken in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten.

Schweizer Kreditinstitute sind am Retail-Geschäft mit Frankenkrediten kaum beteiligt.

Bei der Refinanzierung dieser Kredite spielen Schweizer Banken und vor allem der Schweizer Kapitalmarkt jedoch eine wesentliche Rolle.

Grundsätzlich können Banken im Ausland ihre Frankenkredite durch Kundeneinlagen, Interbankkredite und Wertpapieremissionen refinanzieren oder mittels Ausserbilanzgeschäften absichern.

Die Banken in Österreich und anderen Euro-Ländern refinanzieren ihre Frankenkredite weitgehend mit Interbankkrediten und Anleihenemissionen, während in Ungarn und Polen auch Ausserbilanzgeschäfte häufig verwendet werden.

Für die Refinanzierung von Frankenkrediten im Euro-Raum spielt der Schweizer Kapitalmarkt eine wichtige Rolle, die Schweizer Banken hingegen sind nur von beschränkter Bedeutung.

Insgesamt scheint knapp die Hälfte der österreichischen Frankenkredite direkt über den Finanzplatz Schweiz refinanziert zu werden.

Die verfügbaren Daten zeigen, dass schweizerische Banken gegenüber Österreich Interbankforderungen von knapp CHF 10 Milliarden halten.

Zudem haben österreichische Banken Frankenobligationen im Wert von über CHF 30 Milliarden an der Schweizer Börse ausstehend.

Noch wesentlicher ist der Schweizer Finanzplatz in die Refinanzierung von Frankenkrediten in Deutschland und Frankreich involviert.

In Frankreich scheinen rund zwei Drittel, in Deutschland sogar über drei Viertel der ausstehenden Frankenkredite über die Schweiz refinanziert.

In beiden Ländern spielt wiederum die Emission von Frankenobligationen am Schweizer Kapitalmarkt die wichtigere Rolle als Interbankkredite.

Im Gegensatz zur Situation in unseren Nachbarländern scheint die Schweiz nur unwesentlich in die Refinanzierung von Frankenkrediten in Ungarn und Polen involviert zu sein.

Polnische und ungarische Banken haben zurzeit keine Obligationen am Schweizer Kapitalmarkt ausstehend.

Zudem belaufen sich die Interbankforderungen von Schweizer Banken gegenüber diesen Ländern insgesamt auf lediglich CHF 100 Millionen, also weniger als 0,2% der ausstehenden Frankenkredite.

Inwieweit Schweizer Banken über Ausserbilanzgeschäfte an der Absicherung der Frankenkredite von polnischen und ungarischen Banken beteiligt sind, lässt sich infolge fehlender Daten nicht beurteilen.

Die hieraus entstehenden Risiken würden sich aber auf Wechselkursänderungen beschränken.

Aus unserer Analyse kann geschlossen werden, dass der Finanzplatz Schweiz zwar in die Refinanzierung der Frankenkredite involviert ist.

Die daraus entstehenden Risiken scheinen aber begrenzt und werden eher von Investoren als von Banken getragen.

Es sollen rund CHF 5.5 Billionen Schweizerfranken Hypotheken in der EU vergeben worden sein.

Dieses Volumen übertrifft das 2007 festgestellte Volumen der US Subprime Hypothekarkredite um über 50% und könnte das nächste grosse Problem werden, mit dem sich die EU nach dem Finanzierungsproblem mit Griechenland, sowie den anderen PIIGS Ländern, zu befassen haben dürfte.

Eine Tobin Finanztransaktionssteuer, welche nun auch von der EU gewünscht wird, könnte mindestens einen Teil der Risiken von den Steuerzahlern auf die Verursacher grosser Volatilitäten, den Devisenhändlern, umlagern!

Verfasser: Lucas Wyrsch

Jahr der Mathematik 2008

Zum 8. Jahr der Wissenschaften erklärte die Initiative Wissenschaft im Dialog des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Jahr 2008 zum Jahr der Mathematik.

Logo des Wissenschaftsjahres - Jahr der Mathematik 2008
Logo des Wissenschaftsjahres – Jahr der Mathematik 2008

Mathematik ist zwar von sehr vielen Schülern ein sehr unbeliebtes Fach, aber umso älter man wird, versteht man das Mathematik in sehr vielen Bereichen einfach mal die Bass von allen Naturwissenschaften und vieler technischer Entwicklungen ist. Mein ehemaliger Mathematik und Physik Lehrer meinte immer für ihn sei Mathematik die Mutter aller Naturwissenschaften.

Außerdem spielt die Mathematik eine zentrale Rolle in der Wirtschaft, wie man sehr gut an der Volkswirtschaftslehre sehen kann. Im Alltag oder in anderen Berufen kommt man an der Mathematik, sei es auch in leichter Form, nicht drumherum.

Das Motto dieses Wissenschaftsjahres lautet “Alles was zählt”. Das wird einigen von euch vielleicht eher an eine Daily-Soap auf RTL erinnern, soll aber eher die zahlreichen Anwendungen und verschiedenen Möglichkeiten der Mathematik in den Blickpunkt der Öffentlichkeit bringen.

Prominente Botschafter der Wissenschaftsjahres 2008

Mit ihrem Video-Potcast “Du kannst mehr Mathe als du denkst!” machte unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel das Jahr der Mathematik sogar zum Thema.

Die euch wahrscheinlich am bekannteste prominente Botschafterin des Jahres ist Germany’s Next Topmodel aus dem Jahr 2007 Barbara Meier, die nämlich vor der Show Mathematikan der FH Regensburg studiert hat und vor hat ihr Studium zu erfolgreich zu beenden.

Weitere prominente Botschaftler sind der mehrfahce Kopfrechenweltmeister Gert Mittring (über den wir bald auch mal berichten werden). Außerdem der ehemalige Trainer von Schalke 04 Mirko Slomka sowie der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter.

Mathematik in der Schule

Das Wissenschaftsjahr hat sich zur Aufgabe gemacht die Schülerin und Schüler zu erreichen, indem man viele Aktionen speziell für die Schulen ins Leben gerufen hat. Folgende Aktionen richten sich speziell an Jugendliche.

  • Imagefilm des Jahres
  • Postermotive “Du kannst mehr Mathe als du denkst”
  • Die Website “http://www.du-kannst-mathe.de“.
  • Viele Ausstellungne und Aktionen
  • Unterschiedliche Mathematikwettbewerbe
  • Ein “Mathekoffer” mit Schulmaterialien
  • Projekte zum Lehramtsstudium und zur Lehrerfordbildung
  • Die Verleihung des neuen “Abiturpreis Mathematik” für allen Gymnasien in Deutschland von der Deutschen Mathematik-Vereinigung ab 2008

Individuelle Akteure als Mathemacher

Auf der Wesite des Wissenschaftsjahres 2008 gibt es die Rubrik Mathemacher. Dort kann sich jeder der im Beruf oder Alltag für Mathematik ein setzt und mit Vorträgen oder ähnlichen Ideen oder Aktionen die Mathematik den Menschen näher bringen. Jeder Mathemacher wird mit Foto und einer kurzen Beschreibung dann in die Datenbank der Mathemacher eingetragen.

Bereits seit September 2007 läuft eine Aktivierungskampagne, die zum Engagement zum Mitmachen am Jahr der Mathematik 2008 einlädt.

Die Botschaftler zu denen Lehrende an Schulen und Hochschulen, Studierende, Eltern, Mathematikerinnen und Mathematiker in Forschungszentren, Betrieben oder Verbänden bespw. zählen, sollen für die Mathematik begeistern, vor allem im Nachwuchsbereich. Beispiele beliebt Aktionen der Mathemacher sind Mathematik-AGs oder aufwendige und individuelle Mathematik-Workshops sowie kleine und große Vorträge zum Thema Mathematik.


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