Jahr der Geisteswissenschaften 2007
Zum 8. Jahr der Wissenschaften erklärte die Initiative Wissenschaft im Dialog des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Jahr 2007 zum Jahr der Geisteswissenschaften. Die Sprache wurde dabei in den Mittelpunkt gestellt, weil die Sprache eine Startbasis für jegliche Art von Denken und Mitteilen zwischen Menschen ist. Sprachen sind Vektoren der Kommunikation.
Die Geisteswissenschaften buchstabieren daher symbolisch das ABC der Menschheit von A wie Aufklärung bis Z wie Zukunft.
Die Geistenswissenschaften wollen die kulturellen Grundlagen des menschlichen Miteinander reflektieren. Wie David Bohm die Brücke zwischen Psychologie und Quantenphysik geschlagen hat, so haben die Geisteswissenschaftler das Ziel Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu legen.
Ähnlich wie der Gründungsvater der Friedensforschung Johan Galtung will man die globalen Konflikte lösen und das Zusammenleben von Menschen in einer Gesellschaft von verschiedener Herkunft, Weltanschauung, Identität und Glaubensbekenntnissen fördern.
Moralische und philosophische Fragen unserer Zeit, wie die Zulassung der Gentechnik oder der modernen Mitteln der Medizin müssen Geisteswissenschaftler einen wichtigen Beitrag zur Kommunikation zwischen diversen Traditionen bzgl. dieser wichtigen Fragen unserer Zeit machen.
Zu den Geisteswissenschaften zählt man unter anderem die Geschichtswissenschaften, die Philosophie und alle weiteren Sprachwissenschaften wie Germanistik, Amerikanistik, Turkologie, Sinologie uvm.
Die Vielfalt und Bedeutung von geisteswissenschaftlichen Fächern mit ihren international anerkannten Qualitäten will man in diesem Jahr in der Mittelpunkt der Öffentlichkeit rücken.
Weiterführende Informationen zu Veranstaltungen, Botschafter, dem Wissenschaftsjahr, den Partnern und vielen mehr findet man auf folgenden Portalen:
ABC der Menschheit - die offizielle Seite des Wissenschaftsjahres 2007.
Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007
2008 wird übrigens zum Wissenschaftsjahr: Jahr der Mathematik erklärt. Darüber werden wir ebenfalls berichten.
Fremdsprachen PISA-Test kommt und wird von den EU-Staaten unterstützt
Am letzten Freitag gaben die europäischen Bildungsminister an die EU-Komission einen Vorschlag für einen umfangreichen Fremdsprachentest für über 100.00 Schüler. Es sollen die Fremdsprachenkenntnisse der 14- bis 16-Jährigen Kinder für die wichtigsten Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch stehen. Es sind nämlich die beliebtesten unter den ganzen 23 EU-Amtssprachen.
Die ersten Test werden für das Jahr 2009 geplant. Es handelt sich um die Ermittlung der Lese- und Schreibkompetenz. Dabei plant man pro EU-Mitgliedsland 5000 Schüler zu testen.
Bereits 2002 hatte die EU sich verpflichtet allen Kindern von frühesten Alter mindestens zwei Fremdsprachen beizubringen.
Die Bundesregierung sagt folgendes:
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, die gezielte Datenerhebung sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungspolitik.
Ich halte diese Vielzahl von Tests eigentlich gar nicht gut, da die Schüler sich auf die wirklichen Klausuren und Test konzentrieren sollten und auch noch Spaß im Leben haben sollten und nicht PISA-Test X, Fremsprachen PISA-Test, LSE Lernstandserhebung in Englisch & VERA Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik sowie möglichen neuen Zusatz-Prüfungen unterziehen müssen. Sicherlich müssen nicht alle mitmachen, aber es sind trotzdem zuviele neue unnötige Prüfungen für diese jungen Leute. Wenn man eine Prüfung in diesem Alter verhaut, sagt das oft nichts zu den wirklichen Kenntnissen aus!
Quelle: Web.de
LSE Lernstandserhebung Englisch & VERA Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik 2007
Durch den Artikel zur Lehrstandserhebung von Yannick Eckl im Blogschrott-Blog bin ich auf diese Art von zentralen Vergleichsarbeiten in Schulen gest0ßen . Zuerst berichtet Yannick allgemein, was es mit der Lehrstandserhebung, kurz LSE, auf sich hat:
Am Dienstag, den 22.5.07, wurde die so genannte Lernstandserhebung im Fach “Englisch” von der Jahrgangsstufe Acht geschrieben. Diese zentrale Prüfung, welche in Mecklenburg und Nordrhhein-Westfalen auf dem Programm steht, soll den Leistungsstand wiederspiegeln, um mögliche Schwächen zu entdecken und diesen daraufhin verstärkt entgegen zu wirken.
Bei der Suche nach weiteren Informationen zum Thema Lehrstandserhebung, bin ich eher auf den ähnlichen Begriff Lernstandserhebung, der auch bereits ein Wikipedia-Eintrag vorweisen kann und deutlich öfter in Suchmaschinen gefunden wird.
Dort wird berichtet, dass zumindest im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) in der 3. und 8. Klasse solch eine “Qualitätssicherung an Schulen” in einem 90-minütigen Prüfung, die auf etwa 20 Seiten verteilt sind lösen muss. Man muss sowohl selber Fragen zu Texten beantworten, als auch eigene Texte formulieren können. Im diesem Jahr wurde dieser nationale zentral organisierte PISA-Studie ähnliche Leistungskontrolle durchgeführt.
Da ich aus Berlin komme und auch schon lange nicht mehr in diesen Klassen bin, kannte ich eher aber auch nicht wirklich gut das VERA (Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik) Programm, dass auch in Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein durchgeführt wird.
Das ganze erinnert mich an eine Schlagzeile, die ich vergangenes Jahr in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) zu der auch der Lernblog berichtete - Nationaler Bildungstest ab 2009
Interessante Links zum Thema:
Lernstandserhebung Englisch Überblick und Modellaufgaben (ergänzte Version 12.10.2004) - Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Zentrale Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 8 - Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW (learm:line NRW.)
Zentrale Lernstandserhebungen in der Jahrgangsstufe 3 (Vergleichsarbeiten - VERA 3) - Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
VERA: Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik in 4. Grundschulklassen - Deutscher Bildungsserver
Zentralabitur NRW 2007
Das (Zentral-)Abi
Das Zentralabitur wurde von der Landesregierung - wie in vielen anderen Bundesländern bereits geschehen - nun auch in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Als einer der Teilnehmer dieses ersten Jahrgangs möchte ich nun meine gemachten Erfahrungen teilen und auch ein wenig über das Abitur als solches zu sprechen kommen, um auch den Generationen, die diese wichtige Prüfung noch vor sich haben, vielleicht die Angst zu nehmen und ihnen zu zeigen, was da auf sie zukommt.
Meine 4 Abifächer
Ich habe mich in den Fächern Mathematik und Physik (Leistungskurse) und im Fach Englisch (Grundkurs) schriftlich prüfen lassen; mein mündliches Fach war Philosophie.
Die erste Abiprüfung war für mich Englisch. Es standen dem Prüfling zwei Themen zur Wahl, zum einen ein fiktionaler Text mit Bezug auf den Film Bend it like Beckham und zum anderen ein halb-fiktionaler Text zum Thema Genforschung/Utopia. Es wurden uns 30 Minuten Auswahlzeit gelassen, wenn man sie brauchte, konnte man sie nutzen, die meisten haben aber schon angefangen zu schreiben (darunter auch ich - man will ja keine Zeit verlieren, immerhin ist man ja schon aufgeregt…).
Da mir Utopien mehr liegen, habe ich mich relativ spontan für den zweiten Text entschieden, zumal die rhetorischen Stilmittel, die es zu analysieren galt, relativ offensichtlich und leicht erklärbar waren. Die Aufgaben waren verständlich formuliert und man konnte zu jeder Aufgabe etwas schreiben, die dritte Aufgabe war eingeteilt in zwei Teile, von denen man sich wiederum einen zur Bearbeitung aussuchen durfte. Was natürlich immer bleibt ist die Unsicherheit, ob auch die Musterlösung das lesen will, was man gerade geschrieben hat - aber aufgrund der guten Vorbereitung durch unseren Lehrer konnte man sich gut damit zurecht finden. Das zur Verfügung gestellte ein- oder zweisprachige Wörterbuch erfüllte seinen Zweck.
Meine zweite Prüfung war Mathematik. Unser Lehrer hatte uns in den letzten paar Wochen immer wieder ein paar Abiturähnliche Aufgaben vorgelegt und wir konnten uns recht gut vorbereitet an die Arbeit machen - diesmal sogar weitgehend ungestört von Pausengong und Kindern, die laut schreiend durch die Schule rannten, wir durften (d.h. mussten) nämlich in der Aula neben unserer Schule schreiben. Es gab drei Prüfungsaufgaben, zwei aus dem Bereich Analysis und eine Aufgabe zur Koordinatengeometrie. Es wurde versucht, die Aufgaben mit einem realitätsbezug zu versehen: eine gegebene Funktion stellt die Fließgeschwindigkeit eines Flusses dar usw. - die Prüfung war sehr ausgewogen, es waren sowohl Aufgaben zum Rechnen als auch Erkläraufgaben. Durch diese bunte Mischung konnte man seine Stärken aber auch Schwächen zeigen. Ziel des Ministeriums wird wahrscheinlich eine Häufung im befriedigenden 3er-Bereich sein, Abweichungen nach oben oder unten sollen eher die Ausnahme sein.
Die letzte schriftliche Prüfung (und damit die letzte zentrale) war Physik. Abgesehen von einer Monsteraufgabe, in der es um das Zeichnen und die Analyse eines Graphen anhand gegebener Werte ging, war auch hier die Prüfung sehr moderat. Die Beweise, die es zu machen galt, waren größtenteils nur bis zu einem bestimmten Punkt verlangt, eine echte Lösung wurde nicht gefordert. Das machte es wesentlich leichter, da z.T. komplexwertige Lösungen zu erwarten gewesen wären (gedämpfte, harmonische Schwingung eines elektromagnetischen Schwingkreises). Wie schon in Mathe wurde zum einen auf den Realitätsbezug geachtet, aber auch eine gleichwertige Verteilung von Erklär- und Rechenaufgaben.
Die mündliche Prüfung
Das vierte Fach wird wohl von den meisten gefürchtet, so auch von mir. Das Problem: die ungewohnte Situation, vor drei Menschen zu sitzen und erstmal etwa 15 Minuten über einen Text zu reden, den man 30 Minuten bearbeitet hat, beunruhigt das Gemüt schon. Die größte Angst hat man aber eher vor dem zweiten Teil der Prüfung: eine Art Quizsendung mit dem Thema “Stoff der letzten zwei Jahre”. Hauptgewinn sind 15 Punkte.
Nun aber weg von den Ängsten hin zur Realität: die Zeit, den Text angemessen vorzubereiten und zu den Aufgaben Stellung zu nehmen, ist äußerst knapp bemessen gewesen (bei mir jedenfalls): zwei Mal durchlesen und beim zweiten Lesen wichtige Stellen markieren und dann noch Notizen für die Aufgaben zu machen - in der Rekordzeit von 30 Minuten - das sollte man vorher mal üben.
Der erste Teil des Prüfungsgesprächs verläuft sehr monoton: man sitzt vor den drei Prüfern, der Vorsitzende stellt einen kurz vor und dann geht es auch schon los: 15 Minuten (oder zumindest annähernd so viel) hat man jetzt, um alles zu zeigen, was man zu bieten hat - was für eine Gelegenheit, denn: man wird nicht unterbrochen (es sei denn, man liegt kilometerweit daneben)! Die ersten paar Sätze sind bei den meisten Prüflingen gut gefüllt mit “ääähhhhm”s und “öööööhhhhm”s, aber danach geht es meistens.
Im zweiten Teil wird dann ein Punkt aus dem ersten gegriffen und dazu eine vertiefende Frage gestellt, womit man sich dann langsam aber sicher durch die zwei Jahre boxt. Die meisten Prüfer sind in diesem Teil der Prüfung nett und hilfsbereit, versuchen dem Prüfling zu helfen und schaffen eine (möglichst) angenehme Atmosphäre. Allerdings muss man wirklich einiges an Wissen zeigen, da der ein oder andere Prüfer sonst durchaus genervt reagieren soll (an unserer Schule soll jemand gewesen sein, der so schlecht vorbereitet war, dass einer der Prüfer sagte “Ich fasse es nicht, dass drei hochbezahlte Lehrkräfte ihre Zeit hier vergeuden müssen”).
Die Philosophieprüfung als Solche war recht angenehm, wir bekamen einen Text zur evolutionären Erkenntnistheorie, dessen Schwachstellen wir herausfinden sollten. Der zweite Teil ging dann über von diesem Punkt zu staatsphilosophischen Ansichten mit einer Diskussion, wie sich selbige im Verlauf von Antike bis Moderne entwickelt haben.
Abiturvorbereitung
Unsere Beratungslehrer haben uns geraten, schon in den Winter-, besser noch in den Herbstferien damit anzufangen, uns auf die Abiprüfung vorzubereiten. Das sieht dann in den meisten Fächern so aus: man durchwuselt das gesamte Material, das einem zur Verfügung steht, Bücher, Hefte, Kopien, Ordner, etc. und versucht sich so viel zu merken, wie möglich. Ideal sind dafür Notizen, anhand derer man regelmäßig seinen eigenen Wissensstand wieder ablesen kann. Bei der Vorbereitung fallen einem auch gerne Fragen ein, die man dem Lehrer oder seinen Mitmenschen stellen kann und sollte.
Weiterhin gehört zur Vorbereitung der Unterricht selber. Die meisten Lehrer lassen es sich nicht nehmen, übrig gebliebene Zeit zur intensiven Wiederholung zu nutzen. Wie man diese Zeit am besten nutzt, sollte klar sein: Notizen ohne Ende anfertigen und Fragen stellen, sobald Probleme auftreten - es könnte die letzte Chance sein!
Speziell für die Abiturprüfung in NRW gibt es da auch LearnLine, wo man sich Aufgabenbeispiele mit Lösungen ansehen kann. Weiterhin empfehlenswert sind natürlich Lernseiten wie Lern-Online.net - meistens wird auf solchen Seiten eine kurze, prägnante Übersicht geboten, die natürlich zum Auffrischen immer wieder brauchbar ist.
Eine weitere gute Unterstützung im Kampf um das Abitur sind alte Klausuren. Es lohnt sich auf jeden Fall ein erneuter Blick hinein, insbesondere, wenn sie nicht ganz so gut waren, wie sie hätten sein sollen: aus Fehlern lernt man! Besonders in sprachlichen Fächern vermeidet man Flüchtigkeitsfehler, die man schon mal hatte; in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern lohnt es sich ohnehin, eine Berichtigung anzufertigen, um die Arbeitsstrukturen, die man anwenden musste, auch (wieder) anwenden zu können.
Allen, denen ihre Abiprüfung noch bevorsteht, wünsche ich nun viel Erfolg und hoffe, dass ich ihnen mit meinen Erläuterungen helfen konnte - ich zitiere hier eine meiner Lieblingslehrkräfte (die Frau ist eine Motivationsbombe, hoffentlich gibt es noch mehr von diesem Schlag):
“LERNEN SIE!
ARBEITEN SIE!
SCHAUEN SIE PHOENIX! - Da läuft immer was Gutes.”
crammy Vokabeltrainer mit Sprachausgabe: Meine Rezension
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Mein letzten Vokabeltest in Englisch habe ich wohl schon vor ca. 6-7 Jahren schreiben müssen, aber man lernt ja fürs Leben und bei 10.000
Vokabeln denkt sich ein Student wie ich, da wird nichts dabei sein, was ich nicht kenne, jedoch a) die Aussprache kenne ich dann doch leider sehr oft von vielen Begriffen nicht so richtig und manche Wörter (besonders die berühmten false friends) kann man doch nicht richtig übersetzen für solche Leute und vor allem für Schüler, Business-Anwender und Senioren richtet sich das von mir nun getestete Angebot von der crammy GmbH.
Ich gebe in dieser Rezension ausschließlich meine Meinung wieder und wurde von crammy dafür mit einem kostenfreien Testgerät vergütet, was jedoch nicht bedeutet das ich parteiisch bewerte, was man hoffentlich an meinen Verbesserungsvorschlägen am Ende sehen soll. Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass ich bisher keinerlei Erfahrungen mit anderen mobilen Vokabeltrainern machen konnte.
Lieferumfang
Der crammy Vokabeltrainer mit dem Lernwortschaft EN-DE/DE-EN,2 Markenbatterien, eine ausführliche Bedienungsanleitung, gute Kopfhörer sowie ein Datenkabel für die PC-Anbindung.
Von den Sicherheitshinweisen, denen ich sicherlich absolut zustimme, fand ich doch einen besonderen Hinweis, den ich noch nirgends gelesen habe:
Gefahr durch Lernsucht
Die übermäßige Nutzung des Crammy-Vokabeltrainers über einen längeren Zeitraum hinweg kann zu Lernsucht führen.
Vielleicht leidet der ein oder andere Besucher von Lern-Online auch ein solch ein Lernsucht, ich hoffe mal nicht ;)
Das Gerät
Es wurde vom bekannten Star- Designer Luigi Colani ergonomisch geformt und liegt wirklich gut in der Hand - auch für Linkshänder wie mich. Die Qualität des Gerätes schätze ich als Laie relativ gut ein. Die verschiedenen Stimmen, die
die Begriffe vertont haben finde ich sehr gut, vor allem auch das es verschiedene Personen beider Geschlechter vortragen. In der Hosentasche finde ich es zwar ein klein wenig zu groß, aber sonst wäre es nicht so handlich. Der Monitor ist ungefähr so wie man es von der ersten Generation von massentauglichen Handys kennt und die Bedienung ist sehr intuitiv und schnell erlernbar.
Testgebiete
Ich habe das Gerät in der Straßenbahn, auf den Fußweg zur Universität und zu Hause getestet und es lief nahezu problemlos. Sicherlich könnte man es auch beim Joggen benutzen, aber ich empfehle es lieber in ruhiger Atmosphäre zu benutzen, beispielsweise nochmal kurz vor dem Schlafen gehen.
Preis
Aktuell kostet der crammy Vokabeltrainer 119,- EUR inkl. MwSt im Online-Shop von crammy. Dieser beinhaltet das Gerät mit einem zweisprachigen Wortschatz von 2x 10.000 Vokabeln. Es sind die Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch momentan verfügbar. Für 15,- EUR pro weiterer Fremdsprachen Austauschwortschatz kann man das Gerät ebenfalls nutzen.
Der Preis ist sicherlich für viele Eltern junger Schüler nicht wenig, da man heutzutage in vielen Bundesländern zu Schulbücher und Co bereits viel Geld ausgeben muss. Jedoch muss man beachten, dass dieser Vokabeltrainer deutlich mehr bietet als sonstige hand-helds Vokabeltrainer, die man vor allem mobil nutzen kann.
Lernblog Empfehlung: Ich empfehle den Eltern in der Schule oder anderen Lerneinrichtungen zusammen zu tun und mindestens 12 crammy Vokabeltrainer zu bestellen, damit man a) die Versandkosten reduziert und das Gerät für knapp unter 100,- EUR bestellt und damit den größten Mengenrabatt erhält - sprich - 19,- EUR,was - 16% Rabatt pro Gerät bedeutet, und einen Teil der Versandkosten (letzteres vermute ich) zu sparen.
Wortschatz
Wie bereits erwähnt beinhaltet mein Testgerät genau 10.000 Vokabeln in Englisch mit deutscher Übersetzung sowie 10.000 deutschen Vokabeln mit englischer Übersetzung. Neben manchen Begriffen steht auch noch die Fachrichtung und was ich besonders gut finde ist, das viele Begriffe mit mehreren Übersetzungswörtern gekennzeichnet sind und das man zwischen amerikanischen und britischen Englisch unterscheidet (auch vertont). Vor allem für die “weniger populären Fremdsprachen” bringt ein Wortschatz mit 10.000 Wörtern sicherlich sehr viele Grundkenntnisse für eine neue Sprache.
Funktionen
Man kann entweder durch das Lernprinzip Selbstabfrage in den verschiedenen Lektionen von Deutsch auf Englisch lernen oder umgekehrt lernen, indem man sich vorher maximal 5 Themen von den vorgegebenen 30 Themen aussucht, darunter findet man Grundwortschatz, Unregelmäßige Verben, Allgemeines, Aufbau Wortschatz und vieles mehr.
Eine andere Art zum Üben heißt “Lektion vorlesen” wo einfach die Vokabeln zweisprachig nacheinander ohne weiteres drücken gesagt werden. Letztere Funktion gefällt mir faulen Student am meisten ;), aber man sollte sie erst danach benutzen,wenn man die Vokabeln vorher gelernt hat mit dem Vokabeltrainer .
Außerdem kann man alle Wörter, die in der Datenbank verfügbar sind, suchen indem man mit den Scrollrad die Buchstaben von links nach rechts auswählt - keine Sorge man muss nicht alle Buchstaben ständig hin- und herscrollen, weil dahinter auch ein intelligenter Erkennungsmechanismus steckt.
Zukünftige Geräte
Ich habe das Gerät der 2. Generation sozusagen getestet und habe schon vorab vom Erfinder Roland Stankewitz erfahren dürfen, das in der nächsten Geräte-Generation der crammy bereits 50.000 unvertonte Vokabel beinhalten wird und es ebenfalls eine Möglichkeit gibt selber neue nicht vertonte Vokabeln hinzuzufügen. Außerdem ist auch ein Satztrainer in Planung mit dem man Redewendungen und Standardsätze erlernen kann.
Abschließende Gesamtbeurteilung:
Leider muss ich den Preis-/Leistungsverhältnis für diesen Vokabeltrainer eine befriedigende 3 geben, auch wenn es eine Marktlücke ist und auch wenn die Entwicklung eine halbe Million Euro gekostet hat, dies interessiert die Nutzer und den Geldbeutel der normalen Familie herzlich wenig. Aber sonst ist das Gerät sehr zu empfehlen, wenn man die Vokabeln einer Sprache wissen und vor allem auch richtig aussprechen will. Für das Nachschlagen von bestimmten Wörtern oder gar Grammatik-Probleme ist es in der jetzigen Form leider gar nicht geeignet. Ich empfehle es auf jeden Fall für die Verwandten von Kindern, die gerade damit begonnen haben die englische oder andere Fremdsprache zu lernen und Bücher, Karteikarten oder Vokabelhefte nicht mögen ;).
Meine Verbesserungsvorschläge
Ich bin weder Ingenieur noch kenne ich mich genau mit solcher Technik aus, aber ich denke hinter diesen Gerät steckt jede Menge neuartiger Verfahren für ein sehr gutes robustes Gerät, jedoch versuche ich mal einige Wünsche zu äußern.
1. Der Monitor sollte beleuchtet werden, damit man auch in Dunkelheit die Wörter auch lesen kann, dies würde zwar die Batterieleistung mehr in Anspruch nehmen,aber man sollte es ja auch nur in Dunkelheit benutzen.
2. Es sollte vielleicht eine Art Vokabel-Spiel geben, in der man eine Vokabel bekommt wie bspw. die Zahl eins und 4 Antwortmöglichkeit: one,two,three or four und wenn man eine Lektion geschafft hat kriegt man ein hübsches Sternchen oder sowas ;), denn damit lernt man noch besser und hat eine kleine Schwierigkeit,obwohl man zu 25% raten kann ;).
3. Damit man eine größere Zielgruppe erreicht sollte man unbedingt so schnell wie möglich die 50.000 Wortschaft Version erstellen, weil man das Gerät auch als Zehnklässler vielleicht auch gerne für die Abiturvorbereitung oder gar für das spätere Studium verwenden will.
Für weitere Informationen zum Vokabeltrainer empfehle ich die Homepage des Betreibers sowie die dpa-Meldung vom 2. Januar 2007. Falls ihr Fragen habt beantworte ich euch diese sehr gerne in den Kommentaren und falls ihr Interesse daran habt könnte ich gerne ein E-Mail Interview mit den Erfinder machen und dies danach hier veröffentlichen.
Zuletzt will ich betonen, dass ich relativ freundlich bewertet habe, weil es sich um ein deutsches Startup Unternehmen handelt, welches erst im diesem Jahr so richtig mit dem Verkauf der Vokabeltrainer begonnen hat und ich es sehr gut nachvollziehen kann, das dies als kleines Unternehmen sehr schwierig ist.
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