Johan Galtung - Ein Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung
Der mittlerweile 76-Jährige Johan Galtung ist ein norwegischer Professor. Bekannt ist er vor allem als Direktor des internationalen TRANSCEND Netzwerks. Dieses Netzwerk für Frieden und Entwicklung bezeichnet ihre Aufgabe folgendermaßen:
A Peace and Development Network for Conflict Transformation by Peaceful Means
Zu Deutsch, ein Friedens- und Entwicklungs-Netzwerk für Konfliktüberstreitung durch friedliche Methoden. So gilt Galtung als Begründer der Transcend-Methode (engl: transcend = überstreiten), die die schrittweise Überstreitung von Konflikten beschreibt. Damit die Konfliktparteien die Fähigkeit bekommen, den Sachverhalt objektiv zu beurteilen, brauchen Sie einen fähigen Vermittler, der diese Eigenschaft des objektiven Bildes des Konflikts fördert. Diese Methode gliedert man in drei Phasen: Konfliktgrund lösen, entstandenen Schaden beheben/ausgleichen (falls möglich) und letztendlich die Versöhnung der “Streithähne”.
1959 gründete Johan Galtung in der norwegischen Hauptstadt Oslo das Internationale Friedensforschungsinstitut PRIO (The International Peace Research Institute, Oslo).
Galtung wirkte weltweit in über 40 Konflikten als Vermittler. In Krisengebieten wie den Nordkaukasus, Ecuador, Afghanistan sowie Sri Lanka war er aktiv. Dabei prägte er die Begriffe “strukturelle Gewalt” und “positiver Frieden”. Er war außerdem maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts der “Sozialen Verteidigung” beteiligt.
Soziale Verteidigung steht für eine Alternative zu Krieg und millitärischen Putsch. Der Schwerpunkt liegt bei der Verteidigung der Strukturen der Zivilgesellschaft gegenüber militärischen Übergriffen von einem anderen Land oder Handlungen von Putschisten.
Galtung setzt sich außerdem enorm dafür ein, dass die Vereinten Nationen (UN) demokratischer wird. Die Etablierung eines Weltparlament hat er in vielen Reden und Artikel gefordert.
1987 erhielt er für seine hervorragende Arbeit den alternativen Friedensnobelpreis und 1993 den Gandhi-Preis.
In den 70er Jahren hatte er bereits den Zusammenfall der Sowjet-Union im Jahr 1990 vorhergesagt. Diese Vorhersage traf weniger als ein Jahr früher wirklich zu. Eine ähnliches Szenario prophezeit Galtung den Vereinigten Staaten von Amerika. Die USA soll 2020 ebenfalls zusammenbrechen!
Inder statt Kinder? - Vereinfachung des Zuwanderung für Fachkräfte
Im Jahr 2000 stand Deutschland vor dem Problem zu wenig IT-Spitzenkräfte im eigenen Land zu finden, daher hatte die Koalition von Sozialdemokraten und Grünen von August 2002 bis Ende 2004 die Greencard ins Leben gerufen. Es ist die Kurzform vom „Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs“. 2005 wurde das Programm durch das neue Zuwanderungsgesetz ersetzt. So wurden bisher 17.931 Experten, die nicht aus der EU bzw. der Schweiz für maximal 5 Jahre nach Deutschland geholt. Von den Wirtschaftsvertretern begrüsst, nicht jedoch von der damaligen Oppositionsführer CDU.
Es gab damals gegen dieses Programm eine berühmte rechtspopulistische Äußerungen vom CDU-Politiker Jürgen Rüttgers (heute Ministerpräsident von NRW) mit dem Motto:
“Kinder statt Inder”
Diese wiederrum ähnelte stark an den Kölner NPD-Aufmarsch im Mai 1999, als die NS-Kameraden unter anderem sangen:
Ob wir zeugen deutsche Kinder oder adoptieren Inder”…
Heute gibt es wieder eine Diskussion auf Bundesebene über die Vereinfachung des Zuwanderunggesetzes für Fachkräfte, weil heute ein Berufsanfänger oder eine hochqualifizierte Spitzernkraft aus dem Ausland, nur ein Arbeitsplatz in Deutschland erhalten dürfen, wenn sie einen Jahresgehalt von 85.000 EUR vorweisen können.
Nun ist die Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) für eine Senkung des Grenzgehalts und heute kritisiert Ulla Burchardt, Vorsitzende des Bundestags-Bildungsausschusses (SPD) kritisiert die Haltung der Bildungsministerin.
Ein aktueller OECD-Bericht (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hatte Deutschland dazu bewegt das Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte zu vereinfachen.
Die SPD versteht einfach nicht, das deutsche Unternehmen im weltweiten Wettbewerb stehen und nicht “einfach so” in den letzten Jahren oder - Jahrzehnten es verschlafen hätten durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ihre Mitarbeiter fördern konnten.
Fremdsprachen PISA-Test kommt und wird von den EU-Staaten unterstützt
Am letzten Freitag gaben die europäischen Bildungsminister an die EU-Komission einen Vorschlag für einen umfangreichen Fremdsprachentest für über 100.00 Schüler. Es sollen die Fremdsprachenkenntnisse der 14- bis 16-Jährigen Kinder für die wichtigsten Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch stehen. Es sind nämlich die beliebtesten unter den ganzen 23 EU-Amtssprachen.
Die ersten Test werden für das Jahr 2009 geplant. Es handelt sich um die Ermittlung der Lese- und Schreibkompetenz. Dabei plant man pro EU-Mitgliedsland 5000 Schüler zu testen.
Bereits 2002 hatte die EU sich verpflichtet allen Kindern von frühesten Alter mindestens zwei Fremdsprachen beizubringen.
Die Bundesregierung sagt folgendes:
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, die gezielte Datenerhebung sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungspolitik.
Ich halte diese Vielzahl von Tests eigentlich gar nicht gut, da die Schüler sich auf die wirklichen Klausuren und Test konzentrieren sollten und auch noch Spaß im Leben haben sollten und nicht PISA-Test X, Fremsprachen PISA-Test, LSE Lernstandserhebung in Englisch & VERA Vergleichsarbeiten in Deutsch und Mathematik sowie möglichen neuen Zusatz-Prüfungen unterziehen müssen. Sicherlich müssen nicht alle mitmachen, aber es sind trotzdem zuviele neue unnötige Prüfungen für diese jungen Leute. Wenn man eine Prüfung in diesem Alter verhaut, sagt das oft nichts zu den wirklichen Kenntnissen aus!
Quelle: Web.de
Neue Pflichtfächer in der Schule
In den Zeitungen liest man immer mal wieder das Bildungspolitiker vorschlagen neue Pflichtfächer, die an normalen Grundschulen/Oberschulen einzuführen. Diese Fächer sind werden momentan entweder gar nicht angeboten oder sind nicht Pflichtveranstaltungen. Sie könnten laut manchen Studien sind für eine positive Entwicklung in Deutschland sorgen könnte.
Die Ernäherung wäre der letzte mir bekannte Vorschlag. Denn angeblich sind wir in Deutschland die Mehrzahl der Übergewichtigen Menschen in Europa. Von einer ausgewogenen Ernäherung redet man zwar schon im Kintergarten, aber wie man kocht und was man beachten soll, wird nur privat von den Eltern mal mehr und mal weniger erklärt. Sicherlich wäre es ggf. eine Art Rückschritt, da ich noch manche Reportagen, die eine Art Hauswirtschaft betrieben haben und dort im Grunde nur Frauen gelernt haben, gut zu kochen und den restlichen Haushalt zu schmeißen, aber heutzutage muss so etwas jeder Mensch können, vor allem weil die Kinder von morgen gar keine Vorstellung haben, dass es früher wirklich mal so eine derbe Rollenverteilung gab und das bspw. in Deutschland die gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau gerade erst 50 Jahre alt ist.
Ein anderer Vorschlag, der sicherlich schon sehr oft erwähnt wurde und bisher nicht auf die meisten Schulen zutrifft ist die Aneignung von typischen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Mir aus Student der Wirtschaftsinformatik wäre so ein Grundwissen sicherlich interessant, jedoch kann man sagen, dass den Schülern entweder die Wirtschaft stark interessiert oder gar nicht. Totzdem sollte man in der Zeit von Globalisierung möglichst vielen jungen Menschen begreiflich machen, wie stark sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Ein wichtiges Thema wäre hier sicherlich der richtige Umgang mit Geld, denn dies fällt vielen Jugendlichen schwer.
Ich freue mich auf eure Meinung und Erfahrung in den Kommentaren zu diesen zwei neuen potentiellen Pflichtfächern in der Schule. Gibt es andere Themengebiete, die ihr als besonders wichtig für die heutige Jugend sieht?
Günther Oettinger war/ist ein Gegner der Denkfabrik Weikersheim
Günther Oettinger (CDU) ist seit 2005 Ministerpräsident vom Baden-Württemberg. Ein Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote, die zu einer der wirtschaftsstarksten und wettbewerbsfähigsten Regionen in Europa zählen kann und
dies spielt sich auch im Wohlhaben der Einwohner ein. Seine Koalition mit der FDP verläuft auch eher skandalfrei, aber der Herr Ministerpräsident kommt momentan nicht aus den Schlagzeilen weg.
Er ist wahrscheinlich ziemlich zufrieden in seiner Rolle als Ministerpräsident und spielt momentan eine “gute” Rolle als missverständlicher Gutmensch. Zuerst lässt er sich 3-4 Tage Zeit, um trotzdem seine Filbinger-Trauerrede nur als Missverständnis zu deklarieren und nachdem er schon Druck von der Bundeskanzlerin Merkel bekommt und auch noch der Zentralrat der Juden sich massiv über seine Rede beschwert hat, distanziert er sich letztendlich von seiner Rede.
Gestern wird aber wieder drauf hingewiesen, das Oettinger Mitglied in der rechtem Studienzentrum Weikersheim ist, die sich gerne mal Redner, wie den bereits aus der CDU “rausgeschmießene”(aus der Fraktion und später der Partei ausgeschlossene) Martin Hohmann, der ja bekanntlich die Juden als Tätervolk bezeichnet hatte. Im Spiegel-Bericht stand gestern noch:
“Ich werde das Programm, die Arbeit, die Redner und die Verantwortlichen mit Interesse betrachten.” Er habe allen Grund, der Einrichtung Vertrauen entgegen zu bringen, sagte Oettinger.
Heute plötzlich hat sich das Herr Oettinger anders überlegt und lässt seine Mitgliedschaft der “Denk”fabrik ruhen, mehr noch er will eine Aufklärung der geplanten Veranstaltung mit den früheren Bundeswehr-General Reinhard Günzel, der diese Rolle eben wegen der Verteidigung von Martin Hohmanns antisemitischen Parolen muss man schon sagen. Dieser wollte heute am 20. April, den Geburtstag von Adolf Hilter eine Rede zur Tagung mit dem Thema “Die Bundeswehr als demokratischer Weltpolizist - Sind Auslandseinsätze sinnvoll?” halten, sein Vortrag wurde aber schon gestern abgesagt, wahrscheinlich wegen der großen Kritik bzw. Mediendiskussion.
Ich hoffe mal in Zukunft lässt sich Oettinger mal durch wahrhaftige und glaubhafte Aktionen in das Interesse der Medien finden, den auch schon seine Wahlbevölkerung in Baden-Württemberg hat seine Filbinger-Rede stark kritisiert - verständlich, weil man irgendwie daraus schließen kann, das sie fast 50% ihrer Stimmen an einen Menschen der g einen Nationalsozialisten, der sogar nach seiner NS-Zeit weder Reue noch Mitgefühl mit den Opfern hatte (”Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein” Zitat Hans Filbinger”) als NS-Gegner bezeichnet und dies erst Tage später nur unter der starken Druck der Öffentlichkeit zurücknimmt.
Günther, SEI EHRLICH ZU DEINEN WÄHLERN UND DU DIR SELBST !
Update 21.4.07: Der Studienzentrum-Streit ist wirklich momentan politisch in Baden-Württemberg sehr, wie der neue Artikel “FDP verlangt von Oettinger eindeutiges Bekenntnis gegen Rechts” von Spiegel Online darstellt. Dort habe ich unter anderen gelesen, dann Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sogar Präsidiumsmitglied in Weikersheim ist und die ganze Diskussion um dieses Studienzentrum und die rechten Gedankengut für abstrus - einer der ersten, der die Bundeskanzlerin Merkel zu ihrer Reaktion auf die öffentliche Diskussion zur Trauerrede von Oettinger zu Hans Filbinger deutlich kritisierte.
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