Wieso eigentlich Gedicht?? Eher Zeitungsartikel! (Soweit ich weiß.)
jungen TeutschL.r.Qs (??)
Soll wohl "jungen Teuschlands" heißen *stark-vermut*.
So, erstmal: Was steht überhaupt drin?
"Einige Regierungen hätten sich über die Produkte des sogenannten jungen Teutschlands mißbilligend ausgesprochen". Der Autor des Textes sagt dazu, dass es eine große Untertreibung sei, denn das ganze "teutsche Volk" sei entrüstet und nicht nur die Regierungen. Das Junge Teutschland bedrohe die "sittlich religiösen Grundlagen des Staates". Der Autor bezeichnet die Gruppe der Schriftsteller weiterhin als "Mörderbunde" mit der Absicht "die Gesellschaft zu verpesten". Zudem schürt der Autor gleichzeitig einen Hass gegen Juden, indem er sagt, in den Mitgliedern des jungen Deutschlands befänden sich viele Juden und ein Mitglied, Karl Gutzkow, gestehe sogar seinen Hass gegen Christus.
(Ich habe jetzt viel wörtlich zitiert. Das solltest DU auf KEINEN Fall tun! Ich habe es nur gemacht, damit der Text klar wird.)
Es ist deutlich, dass sich dieser Zeitungsartikel klar gegen die Kräfte des Jungen Deutschlands richtet, nämlich u.a. gegen Karl Gutzkow.
Du brauchst also noch ein paar Hintergrundinfos. Dazu habe ich folgendes gefunden:
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_GutzkowIm Sommer 1835 erschien Gutzkows Roman Wally die Zweiflerin, der schon kurz darauf in Preußen verboten wurde. Dieses Verbot löste die Aktion gegen die Autoren des Jungen Deutschlands aus, wobei besonders Wolfgang Menzels - Gutzkows ehemaligen Freunds - Eintreten gegen die "Unmoral" des Buches, die Kampagne anheizte. Ende 1835 wurden sämtliche Schriften Gutzkows, Wienbargs und Laubes in Preußen verboten. Kurz darauf wurde dieses Verbot auch auf die Schriften Heinrich Heines und anderer ausgedehnt.
Anfang 1836 wurde Gutzkow wegen "Verächtlichmachung der Religion" zu einem Monat Gefängnis verurteilt.
So, wie ich das sehe, bezieht sich das alles auf den Roman "Wally, die Zweiflerin".
Da "Wally" bei einem jüdischen Verlag erschienen war, rührten sich sofort auch antisemitische Trommler: "Jüdischer Verleger gefährdet christliche Sittlichkeit", posaunte die Neue Speyerer Zeitung am 29. August 1835, "Jüdischer Verlag muß geschlossen werden!" forderte das Börsenblatt des deutschen Buchhandels am 5. Oktober 1835, und die Freiburger Zeitung titelte am 6. Dezember 1835: "Jüdische Mörderbande bedroht heiligste Interessen". Gutzkow stand am christlich-bürgerlichen Pranger als heidnischer Wüstling.
Quelle:
http://www.nadir.org/nadir/periodika/ju ... 12/26a.htmEs lief, wie sich aus dem Artikel schon vermuten lässt, alles auf ein Verbot der Schriften des Jungen Deutschlands hinaus.
Dazu nochmal Wiki (Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Junges_Deu ... teratur%29)
Auf Beschluss des Frankfurter Bundestages wurden 1835/36 die Schriften der Gruppe und die Heinrich Heines in ganz Deutschland verboten. Den Anlass dazu lieferte vermutlich der einflussreiche Literturkritiker Wolfgang Menzel mit einer vernichtenden Rezension von Karl Gutzkows Roman "Wally, die Zweiflerin". Menzel wollte darin gesellschaftsgefährdende Pornographie und Blasphemie erkennen.
Ein weiterer Grund für das Verbot dürfte wohl auch der Verdacht gewesen sein, die Gruppe unterhielte Verbindungen zu dem im gleichen Jahr gegründeten politisch-revolutionären Geheimbund „Junges Deutschland". Solche Verbindungen konnten aber nie belegt werden, obwohl beide Gruppierungen zum Teil ähnliche Ziele verfolgten.
Das ist alles was du brauchst. Jetzt musst du das nur noch ausformulieren.