[Kurzgeschichten] Textanalyse: Wie muss die aufgebaut sein?

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[Kurzgeschichten] Textanalyse: Wie muss die aufgebaut sein?

Beitragvon Der Geiermann am So, 09.Sep 2007, 14:03

Ja ööööhm hallo.

Ich schreibe nächste Woche eine Klausur aber meine Lehrerin war die letzte Zeit abwesend und so muss ich hier meine Fragen stellen.

Wie muss eine Textanalyse von einer Kurzgeschichte aufgebaut sein?
In der Schule habe ich mir das hier aufgeschrieben:
- Einleitung: Autor, Titel, Gattung, Enstehungszeit, Thema
- Hauptteil: Strukturmerkmale, z.B. Zeitstruktur, Erzählform, Erzähler/Theoretische Mittel, Satzbau, Wortarten (bestimmte Adjektive)
- Schluss: Vergleich mit anderen Texten oder kurze Zusammenfassung der Ergebnisse oder Wertung

Die Einleitung mache ich immer in etwas so: In der Kurzgeschichte "XYZ" von ZXY aus dem Jahre XXX wir das Thema "ZYX" angesprochen.
-
Ist es in Ordnung die Einleitung so zu machen? Ich finde meine Einleitungen immer viel zu kurz (die oben aufgelisteten Inhalte sind aber drin) oder ist es gerade deswegen so gut?
Gibt es vielleicht noch etwas was mit reinbringen kann/muss?

Beim Hauptteil bin ich mir immer unsicher wegen dem Aufbau und ist der eigentliche Grund warum ich hier frage.
Früher habe ich es so gemacht das ich jeden (Sinnes)abschnitt kurz zusammengefasst habe und dann habe ich es analysiert, interpretiert und diese mit Zitaten belegt.
Nachdem ich den ganzen so bearbeitet habe habe ich den groben Aufbau (Erzähler, Form und Perspektive, Anzahl der Absätze etc) und dann habe ich erklärt was der Autor damit bewirken wollte.
Meine Lehrerin hat aber mal gesagt das man diese zwei Schritte verbinden solle/muss und nicht getrennt. Wie macht man es jetzt am besten?
Von vielen Klassenkameraden habe ich auch gesehen das die am Anfang vom Haupteil eine kurze Zusammenfassung der Geschichte machen. Ist dies nötig? Meiner Meinung nach hat es keinen Sinn da man ja die Geschichte ja in der Analyse zu sehen bekommt. Wie lang und in welcher Art muss die geschrieben werden wenn man eine macht?

Der Aufbau Schluss ist mir mehr oder weniger klar. Der muss glaube ich (wie der rest vom Text) in der 3. Person geschrieben werden was ich aber früher nicht gemacht habe.
Gibt es hier vielleicht irgendwelche Tips was man hier reinschreiben kann? Ich habe früher immer meine eigene Meinug hier mit reingeschrieben und das Problem (was im Text behandelt wird) mit der aktuellen Welt verbunden. So würde ein Schluss aussehen wie ich die früher gemacht habe: "Meiner Meinung nach ist das eine gute Geschichte, weil ......" und dann hab ich alles erklärt. Kann sowas auch mit der 3. Person machen?
Was gibt es noch im Schluss zu beachten?

Ich glaube das reicht für den Anfang und hat hoffentlich meine Probleme erklärt. Wäre sehr dankbar wenn mir einer helfen kann.

Übrigens: die letzte Aufgabe die wir vor der Klausur bekommen haben war eine Analyse zu schreiben über Peter Beichsels Kurzgeschichte "San Salvador". Vielleicht kann man hier sehen was für Anforderungen unsere Lehrerin hat falls einer die Geschichte kennt.

MfG
Der Geiermann
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Re: [Kurzgeschichten] Textanalyse: Wie muss die aufgebaut sein?

Beitragvon Kevin am Sa, 15.Sep 2007, 13:41

Jo, hi erstmal :)

Deine Einleitung ist soweit OK, du kannst aber noch (wenn du willst) einen zweiten Satz schreiben (oder einen dritten) - die meisten Deutschlehrer sagen immer, man solle in einem Satz zusammenfassen, worum es geht, merken es dann aber als positiv an, wenn man dann doch zwei schreibt... naja... Deutschlehrer halt, nem ;) Möglich ist z.B.: In der Kurzgeschichte "XYZ" aus dem Jahre XXX beschäftigt sich der Autor ZXY mit dem Thema ZYX. Dabei geht er insbesondere auf YZX ein.

Den Hauptteil habe ich bisher immer so gestaltet, dass ich jeden zentralen Gedanken erläutert habe und dabei aufgezeigt habe, mit welchen Mitteln der Autor diesen Gedanken vertritt - ein Beispiel: Der Verfasser erläutert, dass der Tod des Menschen ein langwieriger Prozess sei. Um dies zu verdeutlichen, bedient er sich einer Allitteration: [hier kommt dann das Zitat mit Zeilenangabe].

Der Schluss kann so aussehen, dass man verallgemeinert spricht - also nicht "Ich finde..." oder "Ich denke...", sondern: "Der Inhalt der Geschichte ist auf heutige Zusammenhänge übertragbar" - da kommt kein finden oder denken, sondern das pure Sein (hört sich jetzt nicht so philosophisch an, ist es aber!): die Geschichte IST - PUNKT!!!

Ich hoff mal, dass ich dir schon mal ein wenig helfen konnte - "San Salvador" kenn ich leider nicht, vielleicht hilft dir da wer anders!
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