Medien und der Israel-Libanon-Konflikt

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Der Titel meines aktuellen Eintrages ist im Grunde schon falsch, Israelis und Libanesen haben im Grunde keine große Abneigung gegenüber, der Konflikt besteht aus den Menschen, die den Libanon missbrauchen, “vergewaltigen” und geschickt für ihre politischen Ziele ausnutzen. Die Hisbollah ist der Gegner nicht das libanesische Volk und nicht die libanesische Regierung (außer die Hisbollah-Mitglieder), diese haben es aber leider nicht geschafft, die Hisbollah zu schwächen.
Der aktuelle Krieg zwischen den Staat Israel und der Terrororganisation Hisbollah wird wie der letzte Irak-Krieg zum Medienkrieg. Ich finde die deutsche Berichterstattung in dieser Hinsicht ziemlich subjektiv und parteiisch. Es ist richtig, dass leider viel zu viele Zivilisten umkommen und unter erbärmlichen Zuständen im Libanon leben, jedoch ist das nur ein Teil des Schreckens dieses Krieges. Es gibt in Israel ebenso haufenweise Zivilisten, die Angst haben, getötet werden bzw. verwunden werden und kaum jemand bedenkt dabei eins: Israel hat nicht den Krieg angefangen.
Teilweise wirken die deutschen Medien auf mich, als wollen sie wiederrum ein neues Feindbild von Israel machen, wie sie es schon seit Jahren mit der Berichterstattung über die Kämpfe mit der Hamas zeigen.

Die Opferzahlen halte ich auch für falsch, es sterben sicherlich mehr Zivilisten als Soldaten, jedoch glaube ich kaum, dass so wenig Hisbollah-Mitglieder getötet wurden, wie sie Hisbollah immer angibt. Nunja, der Tod ist ein Tod zuviel, aber man sollte schon realitische Zahlen nennen und nicht ständig die Wahrheit verdrehen.

Der Libanon an sich tut mir sehr leid, da er nicht kämpft sondern nur Opfer der Syrer,Iraner und Hisbollah ist. Charles Chahwan hat ein sehr interessantes Essay geschrieben: Rent a Warzone. Was passiert, wenn die libanesische Armee in den Kampf gegen Israel zieht steht auf Hagalil.de: Als wären die Tage des Messias.

Ein kurzer Einblick, warum es sogar positiv für die Zukunft der Zivilisten in beiden Staaten wäre, wenn die libanesische Armee eingreifen würde:
“Denn zwischen zwei Armeen lässt sich jederzeit einen Waffenstillstand befehlen, was mit einer “Terrororganisation noch nie möglich war”, wie John Bolton, der amerikanische UNO-Botschafter sagte.”

Falls Sie immer noch nicht die Reaktion Israels verstehen lesen Sie mal folgende Quelle: Ein bisschen Frieden: Was will Israel?

Warum es keinen Waffenstillstand geben kann: Verhandeln – mit wem?

UPDATE: Gerade habe ich noch ein guten Artikel im Spiegel Online gefunden: Warum Israel richtig reagiert

UPDATE: Nun habe ich ein weitern interessanten Artikel aus einer ganz anderen Sicht gelesen und empfehle es anderen: “Das Gehirn hört auf zu arbeiten”.

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

One thought on “Medien und der Israel-Libanon-Konflikt

  1. Philip

    Ich habe auch einen interessanten Artikel gelesen bei der Weltwoche: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=14460&CategoryID=66

    Ich finde es wird aber sonst wirklich zu oft von den „bsen“ Israelis gesprochen. Allerdings fakt ist, dass Krieg nie eine Lsung ist und nur neue Rache schrt. Wie Israel allerdings sonst reagieren soll, weiss ich nicht. Denn mit Verhandlungen kommen sie auch nicht weit, da die Forderungen der Hisbollah meist total unrealistisch sind.

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