Beim Lernen eine angenehmes Lernumfeld schaffen

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Privatrecht war in meinem Studium ein ziemlich trockener und vielschichtiger Stoff. Allein drei Skripte für dieses Fach, das nicht einmal zu den Hauptfächern meines Studiums gehörte. Entsprechend schwer fiel es mir, mich zum Lernen zu bewegen.

Als alles nichts mehr half und die Prüfung immer näher rückte, beschloss ich in meiner Wohnung eine kleine “Privatrecht-Ecke” einzurichten. Ich wollte mir mit den richtigen Möbeln ein gutes Lernumfeld schaffen. Es war Winter. Also war die Lernecke schnell gefunden: Vor einem Gasofen.

Ich hatte da eine flauschige Decke, diverse Kissen, meine Skripte, meine Gesetzestexte, Marker, Post-its und was noch alles. Nur für einen Zweck: Mich endlich dazu zu bewegen, zu lernen.

Bilder von Stühlen

Letztendlich hat es geklappt. Zwar keine berauschende Note, aber ich hatte die Prüfung hinter mir. Heute sehe ich, wie meine Nichte zum Teil auf dem Sofa Hausaufgaben macht. Halb gekrümmt über ihre Unterlagen. “Das kann es doch wohl nicht sein!”, denke ich mir. Eine Schülern muss einen vernünftig eingestellten Stuhl und einen Schreibtisch haben. Daneben ist ein gutes und vor allem ausreichend Licht wichtig, um die Augen zu schonen. Zudem ist es gut für das Gemüt. Außerdem bedarf es an Ruhe. Schreiende Geschwister müssen in dieser Zeit in anderen Zimmern spielen. Gutes Licht und Ruhe sind das oberste Gebot beim Lernen (kürzlich hatte ich auch über das lernfördernde blaue Licht hier gebloggt).

Was Leistungen hingegen negativ beeinträchtigt ist zu viel Wärme. Wenn möglich, sollte der Schreibtisch also nicht direkt neben einer Heizung stehen. Wärme lädt einfach mehr zum Schlafen als zur Aktivität ein (in meinem Fall war es wohl anders herum. Aber ich falle auch sonst aus der Norm).

Auch die Haltung beim Lernen ist wichtig. Die Wirbelsäule sollte möglichst gerade und entspannt gehalten werden. Sitzt man richtig, sollte der Blick auf die Lernunterlagen gerade nach vorne oder hinunter gerichtet sein – wer viel liest, kann sich mit einem schrägen Lesepult helfen. Schlecht ist es jedenfalls, wenn man – wie es oft bei falsch eingestellten Computerbildschirmen der Fall ist – beim Lesen den Oberkörper vorbeugt und gleichzeitig den Kopf in den Nacken legt.

4 thoughts on “Beim Lernen eine angenehmes Lernumfeld schaffen

  1. Mic

    Bei meiner nebenberuflichen Ausbildung zum Techniker bin ich auch etwas strukturierter an mein Lernumfeld gegangen und da ging nichts über einen guten Bürostuhl mit ordentlicher Rückenlehne.
    Da ich meinen Lernstoff in den späten Abendstunden nach der Arbeit pauken musste, war ordentliches Licht, gerade in der Winterzeit, ein absolutes Muss.
    Ich kann nur sagen, das ein ordentliches Umfeld mit Schreibtisch und genügend Ruhe ein Schlüssel zu erfolgreichen lernen ist.

  2. Jasmin

    Ich finde einen leeren Magen beim Lernen immer relativ hilfreich, man darf nur noch keinen Hunger haben. Nach dem Essen werde ich immer total mde und hufig esse ich auch sehr schnell, und dann kann ich mich berhaupt nicht mehr konzentrieren.

  3. Henne mag easykick

    <>, klasse! :D – Ich hab früher auch nie wirklich drauf geachtet wie mein Arbeitsplatz, wenn ich überhaupt einen hatte und nicht auch einfach auf der Couch meine Zettelwirtschaft ausgebreitet habe, aussah und strukturiert war! Rückenschmerzen, Unordnung und dementsprechend fehlende Motivation haben mich aber dann irgendwann eines Besseren belehrt. Also hab ich mir auch eine Art Ecke eingerichtet, die auch wirklich komplett abgeschirmt zum Rest des Zimmers war. Und es hat geholfen! Ein guter Bürostuhl, ordentliches Licht und ein rieeeesen Schreibtisch! Das ganze so aufgestellt, dass ich nicht an eine Wand starren musste, sondern das Zimmer frei im Blick hatte. Verlieh mir irgendwie ein Gefühl von „Weite“. Hab mir eingeredet, dann fliessen die Gedanken auch „weiter“ ;). Mir hat’s geholfen! So abgehalftert es auch immer klingen mag mit dem Satz „Ein guter Arbeitsplatz ist das A und O“, es stimmt einfach. Wenn ich am Schreibtisch sitze, anstatt früher auf der Couch, dann bin ich im „Arbeitsmodus“ und bin auch wirklich produktiver!! Und zum Essen: Ich achte dann wirklich auch darauf mich nicht mit Nudeln oder anderen Glykolyseantreiber vollzustopfen. Macht mich nur müde. Obst, Quark und sowas unterstützt mich dann auch mehr. Viele Grüße und viel Erfolg!

  4. Adam

    Viele unterschätzen wirklich immer noch sehr oft, dass das Umfeld einfach unglaublich wichtig ist, damit man auch vernünftig lernen kann. Ein bequemer Stuhl und ein großer Schreibtisch wo sich nicht alles stapelt mit frischer Luft und schon kann man viel besser lernen.

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