Assistenzsysteme der Zukunft in Autos

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Ich interessiere mich sehr für die zukünftigen technischen Raffinessen von Autos. Es gibt ja von vielen PKW Herstellern Studienmodelle oder Prototypen, die das futuristische Aussehen und Techniken der Autos zeigen. Aber auch Assistenzsysteme bekommen eine immer wichtigere Rolle beim Kauf eines Automobils. Hier will ich euch interessante Assistenzsysteme sowie den Standard für die Vernetzung der elektronischen Systeme in Autos vorstellen.

 

Stauassistent von Bosch  – ACC (Adaptive Cruise Control)

Assistenzsysteme Vollautomatisch durch den Stau

Vollautomatisch durch den Stau ©Bosch

Es sind nicht immer die klassischen Automobilhersteller wie die Daimler AG oder die Toyota Motor Corporation die  Hilfsassistenten für die Fahrer entwickeln, sondern wie in diesem Fall die Robert Bosch GmbH.  Bosch ist der größte Automobilzulieferer. Wie ich erst kürzlich durch die VDI-Nachrichten erfahren habe arbeitet Bosch an einem Stauassistenten, der schon nächstes Jahr in Serie gehen soll.

Das System übernimmt in einer Stop-and-go Situation auf Autobahnen selbstständig das Anfahren, Bremsen und Lenken. So kann der Fahrer, vor allem nach langen fahren, sich komplett entspannen.

Der Fahrassistenten soll in der ersten Aubaustufe ohne Eingreifen des Fahrers bis maximal 50 km/h selbstständig bremsen, beschleunigen und lenken können, was bei vielen Staus auf der Autobahn schon das  Durchschnittstempo  ist.

Der logische nächste Schritt bei der Entwicklung dieses Assistentsystems ist das automatische Wechseln der Fahrspur. Hierfür werden zusätzliche Radarsensoren am Fahrzeugheck benötigt sowie  eine dynamische Navigationskarte, die über eine Mobilfunkanbindung aktuelle Baustellen und Tempolimits erkennt.

Für das gerade vorgestellte  automatischen Stauassistenten sind die technischen Basiskomponenten bereits in vielen Neuwagen schon heute serienmäßig eingebaut. Solche Systeme sind der Anfang, der das autonome Fahren real werden lässt.

Wie ihr vielleicht wisst, arbeitet auch Google am selbstfahrenden Auto. Diese Autos werden als autonome Fahrzeuge bezeichnet. Bosch führt diese Zukunftsvision mit diesem Stauassistentssystem diese Entwicklung ein ganzes Stück voran.

 

 Totwinkel-Assistent

Assistenzsysteme Toter-Winkel ©automotorsport

Toter-Winkel ©automotorsport

Dieses Assistenzsystem, welches ich hin und wieder an manchen modernen Modellen auch schon im echten Leben leider erst hin und wieder sehe ist der Totwinkel-Assistent. Wie ihr auf dem Bild sehen, könnt diese Leuchtanzeigen den Fahrer, wenn er die in der Fahrschule berühmten Innenspiegel-, Außenspiegel-, Schulterblick helfen, vor allem wenn man diese nicht so sehr berücksichtigt. Denn Fahrer, die im toten Winkel bei Abbiegen ein nebenher fahrendes Fahrzeug nicht erkennen, sind oft deswegen in Unfälle verwickelt. Ich habe gelesen das es pro Jahr 9500 schwere Unfälle beim Fahrzeugwechsel  gibt.

Volvo, Mazda, Mercedes, Audi, BMW und Ford bieten die unterschiedlichstesn Systeme dafür an. Dieses tolle Extra im Auto ist jedoch sehr teuer momentan, daher haben es sehr wenige Neuwagen am Bord.

Volvo hat nämlich bereits im Jahr 2001 auf dem Genfer Autosalon mit BLIS (Blind Spot Information System“) das erste derartige System vorgestellt. Damit sind sie Pioniere und Vorreiter in diesem Gebiet.

Assistenzsysteme speziell für Senioren

Dank der modernen Medizin und viele anderen Faktoren leben wir in einer immer älteren Gesellschaft. Leider habe ich gerade keine passenden Zahlen im Kopf, aber ich habe gelesen, das in einigen Jahren das Durchschnittalter der Einwohner in Deutschland bei 50 Jahren sein wird.  2011 lag es bei 44,9 Jahren. So wurde letztes Jahr zwei Millionen Euro Fördergeld für das von der Technischen Universität München (TUM) und der Firma Citysax koordinierte Projekt „PASSAge“ (Personalisierte Mobilität, Assistenz und Service Systeme in einer alternden Gesellschaft) gezahlt.

 „Mit der neuen sozio-technischen Infrastruktur wollen wir eine nahtlose Mobilitätskette schaffen, um ein selbstständiges Leben bis ins hohe Alter zu ermöglichen“, 

Projektkoordinator Thomas Bock von der TUM

Man will damit ein Car-Sharing-System speziell für ältere Menschen die hilfsbedürftig sind, da dies deutlich günstiger wäre als die Umrüstung der Autos von den Senioren. Man will alle einzelne Fortbewegungsmittel miteinander vernetzen. So soll man mit dem Rollator die Auto- und Haustür öffnen, wie ich es aus einem Kommentar vom Professor Matthias Kranz vom TUM-Fachgebiet Verteilte Multimodale Informationsverarbeitung gelesen habe.

 

Standard für die Vernetzung der elektronischen Systeme – Autosar (Automotive Open System Architecture)

Gegründet wurde Autosar im Jahr 2003.  Es entstand aus weltweitn Entwicklungspartnerschaften, die einen Industriestandard der automobilen Softwarearchitektur für Erstausrüster einzuführen. In diesem Jahr wird Autosar in eine neue Phase übertreten und einen revolutionären Schritt in die weltweite Serienproduktion machen. Man kann gespann sein, wie sich dieses Projekt entwickelt und was wir dieses Jahr vielleicht schon darüber erfahren können.

Nützliche Links/Tagungen zum Thema

Communicar – das Infoportal für nützliche Smartphone Apps rund ums Auto.

Elektronik im Fahrzeug 2013 Tagung vom 16.-17. Oktober 2013

Assistenzsysteme (Abstand, Spurwechsel, Nachterkennung) im ADAC Test 

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