Sprachtools und ihre Einschränkungen

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Schüler und Studenten stoßen immer wieder auf Sprachhürden. Nicht alle Menschen sind sprachgewandt, viele haben selbst mit dem angeblich leicht zu lernenden Englisch ihre Probleme. Problematisch wird es, wenn man bei der Erstellung seiner Hausaufgaben oder einfach nur beim Lernen eine fremdsprachige Webseite besucht. Viele Dinge sind unklar oder werden gar falsch verstanden. Nicht selten blitzt am oberen Rand eine praktische Hilfe auf: Möchten Sie diese Webseite in Deutsch übersetzen? Wie hilfreich ist diese Funktion, die Google Translate anbietet und eignen sich Sprachtools generell als Übersetzungshilfe?

Inspiration für den nachfolgenden Artikel ist ein Beitrag auf stylejournal.de, der sich mit dem Thema Sprachtools als Übersetzungshilfe beschäftigt. In unserem Artikel geht es jedoch speziell um die Verwendung von Sprachtools zum Lernen und Studieren.

Die Geschichte der Sprachtools

Sprachtools haben das Internet im Sturm erobert. Das erste seiner Art war Babylon, welches 1997 ins Leben gerufen wurde. Das automatische Übersetzungsprogramm war zu seiner Zeit kostenlos für Windows erhältlich. Das Programm war dank seiner integrierten OCR-Software in der Lage, selbst Wörter aus Bildern auszulesen und zu übersetzen. Leider war das kostenlose Angebot nicht rentabel, weshalb Babylon später zu einem kostenpflichtigen Geschäftsmodell umstieg.

Viele Jahre später, im April 2006 um genau zu sein, folgte die natürliche Evolution des klassischen Übersetzungstools: Google Inc. startete seinen Online-Dienst Google Übersetzer. Das Tool ist in der Lage, Wörter, Texte sowie ganze Webseiten maschinell zu übersetzen. Zum Zeitpunkt seiner Einführung übersetzte das Tool lediglich in die arabische Sprache. Inzwischen unterstützt der Google Übersetzer über 80 Sprachen.

Jede computerunterstützte Übersetzungsmethode hat ihre Grenzen, an diese stößt auch der Google Übersetzer. Eine präzise Übersetzung ist je nach Umfang des Textes nicht möglich. Mit einzelnen Wörtern und kurzen Sätzen hat der Online-Dienst inzwischen keine Probleme. Bei komplexen Sätzen hingegen entsteht kein grammatikalisch korrekter Satz. Die Übersetzung ist jedoch ausreichend, um den Inhalt der Phrase zu verstehen. Um das Problem zu verdeutlichen, nachfolgend einige Beispiele.

Korrekt übersetzt:

korrekt-uebersetzt

Nicht korrekt übersetzt:

nicht-korrekt-uebersetzt

Während die Übersetzung von und ins Englische relativ akzeptabel ist, sieht es bei anderen Sprachen anders aus. Werden zwei nicht-englische Sprachen übersetzt, muss der Text zunächst ins Englisch, dann in die Ausgangssprache übersetzt werden. Google führt aktuell kein Vokabular zwischen allen Sprachen, wodurch es zu zahlreichen Fehlern kommt.

Der Google Übersetzer bietet immerhin die Funktion, eine bessere Übersetzung an Google zu übermitteln. Im Laufe der Jahre wird der Online-Dienst somit dazulernen und immer korrektere Übersetzungen liefern können.

Sprachtools zum Lernen im Alltag

Wie äußern sich die Einschränkungen im Alltag? Das kommt auf die Verwendung an sich an. Wer zum Beispiel einen Aufsatz zu einem bestimmten Thema verfassen muss und Informationen sucht, die in der deutschen Sprache nicht erhältlich sind, wird mit Sprachtools wie dem Google Übersetzer englischsprachige Webseiten ins Deutsche übersetzen können. Auch wenn es keine genaue Übersetzung gibt, sollte sie ausreichen, um die Idee hinter dem Artikel zu verstehen. Vorsichtig muss man nur dann sein, wenn man die Ideen in seinen Aufsatz übernimmt. Denn durch eine falsche Übersetzung kann es zu einer falschen Schlussfolgerung im Aufsatz kommen.

Noch problematisch ist es, wenn man Sprachtools für eine Übersetzung nimmt. Angenommen im Englischunterricht erhält man die Aufgabe, einen englischen Artikel aus dem Internet ins Deutsche zu übersetzen. Wer den gesamten Artikel mit Google Translate übersetzt, wird natürlich kein für den Englischlehrer zufriedenstellendes Resultat erzielen. Diese grobe Übersetzung reicht aber als Grundgerüst für seine eigene Übersetzung aus. Empfehlenswert ist es aber auch, den Google Übersetzer für Wörter zu verwenden, die man nicht in einem Wörterbuch nachschlagen möchte. Die Übersetzung von Wörtern schafft der Online-Dienst meist problemlos.

Fazit

Sprachtools haben sich im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt. Noch kann eine maschinelle Übersetzung keine komplett zufriedenstellenden Ergebnisse liefern. Als Unterstützung für eine menschliche Übersetzung oder zum Verstehen fremdsprachiger Themen eignet sie sich aber bereits heute.

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