Die Bedeutung des Sportunterrichts für die Gewaltprävention

Der Sportunterricht ist für viele Eltern kein sonderlich wichtiges Fach. Sollte es aber. Aus vielerlei Gründen. Erstens kämpfen bereits viele Grundschüler immer häufiger mit Übergewicht. Das Zeitalter der Videospiele zwingt Kinder immer mehr dazu, zu Hause zu bleiben. Selbst wenn sie gar nicht Videospiele spielen.

In meiner Jugend gab es mehr oder weniger eine Alternative gegen Langeweile: Raus gehen und in irgendeiner Form Sport treiben. Sei es das stundenlange Fußball spielen oder das Fangenspielen auf dem Abenteuerspielplatz.

Zweitens ist Sport auch eine sehr vernünftige Art und Weise Frustration im Leben abzubauen und damit Gewalt vorzubeugen. Gerade als heranreifender Jugendlicher stauen sich viele Frustmomente auf, die ohne ein entsprechendes Ventil, zu Gewaltakten führen. Diese Seite beschäftigt sich mit dem Thema der Gewaltprävention durch Sport und führt wichtige Argumente dafür auf.

Als ich ein Jugendlicher war, meldete mein Vater meine Brüder und mich in einem Tae Kwon Do Kurs an. Sein Ziel war es sicherlich, dass seine Söhne mehr Selbstbewusstsein aufbauen und sich zu verteidigen wissen, wenn es hart auf hart kommt. Tatsächlich musste ich meine dort erlernten Fähigkeiten nur einmal einsetzen.

Der positive Nebeneffekt war jedoch der Abbau von Stress und Frustrationen. Jeder Teenager hat so seine Probleme. Der eine wird gehänselt, der andere besitzt schlechte Schulnoten, wieder andere Probleme in der Familie. Der Sportverein war eine gute Gelegenheit, aus dem Alltag herauszukommen, neue Freundschaften abseitz der Schule zu knüpfen und beim Weichtreten des Sandsacks mögliche aggressive Energie loszuwerden. Und zwar nur dort.

Die Rolle des Sportunterrichtes ist dabei, die Interessen des Schülers zu kanalisieren. Ist er eher ein Schwimmer, ein Volleyballer oder ein Leichtathlet? Welche Sportart macht ihm Spaß, wofür hat er Talent? Nur wenn ein Jugendlicher Gefallen an einer Sportart besitzt, wird er sie auch gerne ausführen. Ohne, dass die Eltern ihn dazu „zwingen“ müssen.

Gute Hinweise und Links zu dem Thema finden sich auf den Seiten des Schulministerums Baden-Württemberg.

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