Lernen im digitalen Zeitalter: Unbegrenzte Möglichkeiten?

Die Art und Weise, wie sich nicht nur Kinder Wissen und Kenntnisse aneignen, hat sich mit im Zuge der Digitalisierung rasant und grundlegend geändert. Bücher sind längst nicht mehr die einzige Quelle, aus der gelernt wird. Lehrer vermitteln weiterhin Inhalte. Schüler und auch Erwachsene, die sich weiterbilden, nutzen heute jedoch hauptsächlich das Internet als Informationsquelle. Erster Ansprechpartner bei Fragen ist das Smartphone und Google. Natürlich werden auch Bing und Yahoo und so weiter in Anspruch genommen, doch Google ist der allgemeine Favorit.

Lernen früher und heute – ein Vergleich

Lernen gehört zum Leben, früher wie heute. In der Zeit vor dem Siegeszug des Internets wurde Wissen in der Schule vermittelt – vom Lehrer an der Tafel. Kinder wälzten Schulbücher, jedes Fach wurde einzeln und für sich behandelt. In Heften und Blöcken wurde fleißig mitgeschrieben und zuhause gelesen und gebüffelt.

In den meisten Fällen unterstützten Eltern oder Großeltern den Lernenden tatkräftig: Bei Hausaufgaben wurde entweder geholfen oder die Aufgaben wurden zumindest kontrolliert. Zudem waren die älteren Generationen eine wichtige Quelle des Wissens. Reichte dieses Wissen nicht aus, so war Nachhilfe ein gängiges Mittel, Defizite auszugleichen. Unabhängig davon, vom wem die Hilfe kam – der Lernende konnte nur zu bestimmten Zeiten darauf zurückgreifen.

Genau dieser Aspekt ist einer der entscheidendsten Unterschiede zum Lernen heute. Kommen Fragen auf, so wird die Antwort gegoogelt. Der große Vorteil dabei ist der: Das Internet steht immer zur Verfügung – zu jeder Uhrzeit, an jedem Tag im Jahr. Der zweite große Unterschied zum Lernen früher ist der Umfang an Wissen, auf den ein nach einer Antwort Suchender zugreifen kann. Statt nur auf das Wissen von Eltern, Großeltern oder eventuell noch dem Nachhilfelehrer zurückgreifen zu können, steht den Kindern heute im Prinzip fast das ganze Wissen aus der ganzen Welt zur Verfügung.

Durch die Eingabe des Suchbegriffs und mit nur einem Klick ist jedes Thema abrufbar. Also werden heute nur selten bis gar keine Bücher mehr gewälzt, in denen man Lösungen lange suchen muss. Lernen mit dem Computer ist Standard, Tablet und Handy erlauben mobiles Lernen. Spezifische Apps stellen eigene Kompendien dar.

 

Vor- und Nachteile des Online-Lernens

Die Vorteile des Internets in Bezug auf das Lernen liegen auf der Hand. Sie finden auf jede Frage eine Antwort – und das zu jeder Zeit. Wer beim Lernen auf ein Problem trifft, finden die Lösung in Sekundenschnelle. Gerade in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Physik oder Chemie kommt es nicht nur auf reines Lernen, sondern vor allem auf das Verständnis an. Nicht immer ist die Erklärung des Lehrers für alle Schüler gleichermaßen einleuchtend. Im Internet gibt es einige Plattformen, die sich diesem Thema annehmen. Hier wird zum Beispiel Mathematik für verschiedene Altersklassen gut erklärt. Durch zusätzliche Übungen wird das Gelernte sinnvoll vertieft.

Um das Internet effektiv zum Lernen nutzen zu können, ist jedoch eine gewisse Kompetenz im Umgang mit dem hilfreichen Medium vonnöten. Das Netz ist nämlich leider auch voll von Falschinformationen. Deshalb sollten Kinder schon früh lernen, gute und vertrauenswürdige von schlechten Informationsquellen zu unterscheiden. Und hier sind dann doch wieder Eltern und Lehrer gefragt. Sie sollten Kindern diesbezüglich schulen. Da zum Teil schon Grundschulkinder das Internet als Informationsquelle und zum Lernen nutzen, sollte diese Schulung schon früh beginnen.

Fazit

Das Internet hat das Lernverhalten grundlegend verändert. Waren Eltern und Lehrer früher in erster Linie für die Wissensvermittlung zuständig, hat sich Ihre Aufgabe verschoben. Das Wissen können Kinder heute aus dem Netz beziehen. Hauptaufgabe von Eltern und Lehrern ist es heute, den Kindern den richtigen und sicheren Umgang mit dem Medium beizubringen. Neuere Studien zeigen, dass digitale Medien das Potenzial zur individuellen Förderung haben. Werden diese Chancen richtig genutzt, ist digitales Lernen eine Bereicherung.

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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