Fremdes WhatsApp kontrollieren – Wo ist die Grenze

WhatsApp ist heute eine der meist beliebten Messaging Anwendungen. Der Dienst wird von mehr als 1.2 Milliarden Menschen weltweit zur alltäglichen sowie geschäftlichen Unterhaltung verwendet. Seit einiger Zeit wird in der EU eine neue Datenschutzreform implementiert, nach der diese Anwendung zu den Social-Media-Apps wie Facebook, Snapchat und Instagram gehört und ohne Erlaubnis von Eltern erst ab 16 Jahren genutzt werden darf. Um dieses Thema wird immer noch viel diskutiert, während Kinder, die noch jünger als 16 sind, sich bei dem Service anmelden und vor vielen online Gefahren stellen.

Unter den progressiven Eltern, die ihre Kinder alle modernen Gadgets mit sozialen Apps haben lassen, wird es immer beliebter, verschiedene Methoden zu finden, wie sie die Kleinen entfernt kontrollieren können. Praktisch ist einige Software fähig, umfassende Informationen über alle Aktivitäten im Zielhandy anzugeben. Hier fragen wir uns nur, zu welchem Maßen so eine Kontrolle vernünftig und legal ist.

Gesetz

Gesetzmäßig können die Eltern der Minderjährigen von ihnen verlangen, alle Informationen zu ihren Bewegungen und Kontakten mitzuteilen, damit sie eine bessere Sicherung gewährleisten können, da gerade die Eltern für Sicherheit und Leben eigener Kinder total verantwortlich sind. Besonders wird es eindeutig, wenn es um mobile Geräte selbst geht, die Eltern ihren Kindern kaufen. Also bleiben solche Geräte immer noch im Besitz der Erwachsenen. 

Was die fremdgehenden Partner oder Mitarbeiter anbetrifft, so ist hier die Regel ganz einfach: solange man Ihr Gadget benutzt, können Sie diesen Gadget kontrollieren. Überwachung von Geräten außer Ihrem Besitztum, für die Sie keine Zustimmung erhalten haben ist nach den aktuellen Regeln zum Datenschutz verboten.

Auf den Ressourcen wie https://www.bestehandyspion.com können Sie sich darüber detailliert informieren lassen, wie das Nutzen von Überwachungsdiensten gesetzlich reglamentiert wird.

WhatsApp Chat Symbolbild Bildquelle: Pixabay

Psychologie

Aus psychologischer Sicht ist diese Frage aber viel schärfer. Kinder sind, besonders in ihrem rebellischen Alter (ab ca. 12 Jahren), total dagegen, ihre Eltern in ihr Privatleben einzulassen, auch wenn es um ihre Cybersicherheit geht. Und daraus kommen viele Familienstreiten, wenn Eltern alles erklären und argumentieren möchten, warum der Teenager eine Überwachungsapp auf seinem Handy braucht, und das Kind sich einfach wie im Gefängnis fühlt. Sowas zeugt nur davon, dass Ihre Beziehungen mit den Kindern nicht so vertrauensvoll sind, wie Sie es sich vielleicht vorgestellt haben. Es wird wahrscheinlich die Zeit, ein ernsthaftes Gespräch zu haben oder einen Psychologen zu besuchen.

Was die Erwachsenen angeht, so sieht hier die Situation tatsächlich ganz ähnlich aus. Sie werden meist wahrscheinlich einer negativen Reaktion begegnet, wenn Sie über Ihre Absicht erzählen, jemanden durch Ihr Handy zu kontrollieren und ihre WhatsApp Nachrichten mitzulesen. Aber noch schrecklicher wird der Effekt, wenn Sie sowas geheim tun. Versuchen Sie also am besten, an Ihren Beziehungen mit anderen Menschen zu arbeiten, sodass Sie dann keine unnötigen Konflikte lösen müssen. Egal, ob dies Ihre Familie oder fremde Menschen anbetrifft.

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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