Die perfekte Präsentation für Ihre Dissertation und wie Sie sie gestalten

Die Dissertation. Eine riesige Aufgabe, an der nicht wenige verzweifeln. Ist sie dann endlich geschrieben, all die Recherche geschafft und es geht ans Vorstellen kommt jedoch noch einmal etwas Arbeit auf Sie zu: Die Präsentation! Denn eine Abschlussarbeit will natürlich auch entsprechend vorgetragen werden.

Damit die Präsentation Ihrer Dissertation auch gerecht wird, Ihre Arbeit die verdiente Note bekommt und Sie den bestmöglichen Eindruck auf Professoren und Zuhörer machen, kommen hier einige nützliche Tipps, wie Sie sich auf Ihre Vorstellung und Verteidigung Ihrer Abschlussarbeit vorbereiten und eine herausragende Dissertationspräsentation erstellen (und halten!) können.

Gut sortiert und vorbereitet in die Verteidigung Ihrer Abschlussarbeit

Das A und O bei jeder Präsentation ist eine klare Struktur. Denn diese gibt Ihnen Sicherheit. Natürlich sollten Sie hierfür zunächst all Ihre Materialien und Unterlagen zusammenhaben. Wer an einer Dissertation gearbeitet hat, weiß inzwischen, wie viele Grafiken, Thesen, Fragen, Notizen und Quellen man am Ende hat. Die gute Nachricht ist jedoch: Ist die Abschlussarbeit fertig geschrieben, sollten all diese Informationen bereits gut geordnet und strukturiert sein. Beginnen Sie also damit, alles so zu ordnen, dass es in einer Präsentation Sinn ergibt. Sie können Sich Ihre Dissertationspräsentation als Überblick über Ihre schriftliche Arbeit vorstellen. Der gleiche Inhalt, der gleiche Aufbau aber eben kürzer, knackiger und offen für Diskussion. Nutzen Sie hierfür Ihre eigene schriftliche Struktur der Dissertation und fassen Sie, wenn nötig, Dinge übersichtlich in Blocks zusammen.

Beginnen Sie breit gefächert und gehen Sie bei der Struktur zunächst nicht zu sehr ins Detail. Fragen Sie sich, wer Ihre Zuhörer sein werden und behalten Sie dies im Hinterkopf, während Sie Ihre Päsentation aufbauen. Es kann hilfreich sein, in Blöcken zu denken: Einleitung, These, Argumentation, ggf. These 2, Fazit und so weiter. Fügen Sie eine Kernaussage pro Block hinzu und gehen Sie dann erst nach und nach ins Detail. Hierfür ordnen Sie zunächst Ihre eigenen Gedanken, indem Sie Ihre Arbeit immer wieder durchgehen und jegliche Unsicherheiten und Unklarheiten bereinigen.

Dann sollte es ein Leichtes sein, auch Ihr Material für die Präsentation sinnvoll anzuordnen. Bedenken Sie nun auch Anschauungsmaterial, PDFs, Grafiken und so weiter. Haben Sie zum Beispiel verschiedene PDF-Dateien, die in einer Präsentation zusammengefasst Sinn ergeben würden? Kein Problem, bringen Sie sie zusammen, indem Sie die Dateien zusammenführen.

Struktur ist Key

Sie fragen sich nach dem obigen Absatz, wie so eine Struktur in einer Präsentation denn überhaupt aussehen sollte und was in Ihre Präsentation gehört? Keine Sorge, wir lassen Sie nicht allein. Die folgenden Dinge sollten in der Präsentation Ihrer Dissertation nicht fehlen:

Das breite Fachgebiet – In welches Fachgebiet Ihrer Disziplin fällt Ihre Arbeit und warum haben Sie dies gewählt, was ist Ihr Bezug dazu?

Ihr spezieller Themenbereich – Was ist Ihr spezifisches Thema innerhalb dieses Themenbereichs? Was ist Ihre Kernaussage, Ihre Hauptthese oder Ihre Fragestellung?

Akademische Einordnung und relevante Studien – Welche Studien wurden bereits von anderen Wissenschaftlern zu Ihrem Thema durchgeführt und wie passen diese zu Ihrer These und Ihren Ergebnissen?

Methodik und Philosophie – Welche Methodik haben Sie für Ihre Arbeit gewählt und warum sind Sie so vorgegangen?

Gegebenenfalls: Ressourcen – Welche Ressourcen haben Sie benötigt, um das Projekt abzuschließen? Hatten Sie eine Förderung oder Hilfe?

Eigene Fallstudien – Haben Sie praktische Feldarbeit oder Laborforschung durchgeführt und wenn ja, warum haben Sie sich hierfür entschieden?

Forschungsergebnisse – Was sind Ihre Schlüsse aus Argumentation und / oder Studien und wie passen diese zu Ihrer ursprünglichen These? Dieser letzte Punkt wird in Ihrer Präsentation einen größeren Raum einnehmen. Bereiten Sie sich hier auch auf Fragen und Gegenstimmen aus dem Publikum vor. Es heißt schließlich nicht ohne Grund “Verteidigung einer wissenschaftlichen Arbeit”.

Führen Sie Ihre Zuhörer durch Ihre Arbeit: übersichtlich, klar, visuell

Wenn Sie Ihre Abschlussarbeit vortragen und verteidigen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wer Ihre Zuhörer sind. Denn je nach Publikum möchten Sie vielleicht einige Punkte stärker herausarbeiten, vereinfachen oder verdeutlichen. Bedenken Sie außerdem, dass Zuhören mehr Konzentration erfordert, als Lesen. Während Ihre Professoren beim Lesen Ihrer Arbeit nämlich immer wieder Pausen einlegen, zurückblättern oder Quellen überprüfen können, ist eine Präsentation ganz anderer Natur. Hier kommt es einerseits auf Ihre Fakten an, andererseits aber eben auch darauf, ob Sie Ihre Zuhörer an die Hand nehmen und durch Ihre Struktur führen können, ohne den Faden oder die Aufmerksamkeit Ihres Publikums zu verlieren.

Ein sicheres und Auftreten und visuelle Hilfsmittel wie Grafiken oder Keywords können hier helfen. Besonders wichtig ist jedoch, die oben beschriebene Struktur. Wenn Sie selbst unsicher sind und den Faden verlieren, werden auch die Zuhörer nicht folgen können. Verlassen Sie sich auf Ihre Struktur. Lassen Sie sich Zeit beim Vortragen. Bereiten Sie sich auf Fragen vor, von denen Sie glauben, Ihre Zuhörer könnten Sie stellen.

Die Präsentation: Wie spreche ich sicher und präsentiere meine Inhalte gekonnt?

Stimmt die Vorbereitung, ist auch die Präsentation schon halb gelungen. Denn wer ausreichend vorbereitet ist, ist miest auch gleich ein ganzes Stück selbstsicherer. In der Präsentation Ihrer Dissertation sollten Sie 4 Dinge beachten: Soveränes Auftreten, gutes Hintergrundwissen, Professionalität und Zeit. Doch das ist einfacher gesagt, als getan. Denn wie genau wird man souverän, wenn man innerlich vor Aufregung zittert und nun vor Menschen sprechen muss? Die Antwort: Übung macht den Meister. Arbeiten Sie vor, so gut Sie können. Mit der richtigen Vorbereitung, wie oben beschrieben, können Sie sich selbst einiges an Zuversicht vermitteln. Das beruhigt im Vorfeld.

Denn wer sich seiner Sache sicher ist, der ist schon einmal souverän. Inhaltlich. Was bleibt, ist das Sprechen vor Menschen, die vielleicht underwarteten Fragen und spontanen Situationen, die Sie nicht planen können. Doch auch hier hilft Vorbereitung. Nur eben Anderer Art. Besuchen Sie eine Theaterklasse oder belegen Sie einen Workshop in Improvisationstheater. Beschäftigen Sie sich mit Autosuggestion oder Meditieren Sie vor der Abschlusspräsentation, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Hier finden Sie noch weitere Tipps, die gegen Lampenfieber helfen können. Wichtig ist vor Allem: Bereiten Sie sich bestmöglich vor. Haben Sie Mut zur Lücke aber sorgen Sie dafür, dass es möglichst keine gibt. Lassen Sie sich Zeit beim Vortragen und hören Sie bei Fragen und Feedback genau hin, um besser antworten zu können. An diesem Tag wird Sie einfach nichts aus der Ruhe bringen, dies ist schließlich Ihre Arbeit und Sie sind der Experte!

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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