Gruppenarbeit an der Uni – So verfallen Sie nicht ins Chaos

Gruppenarbeiten sind allgemein aus der Schule bekannt. Entweder haben Sie dabei von motivierten Kollegen profitiert oder mussten schlussendlich alles alleine machen. Sicherlich hätten Sie lieber die erste Variante. Doch das können Sie sich nicht immer aussuchen. Es entstehen bekannte Probleme: Zwei Leute arbeiten sich dumm und dämlich, während die anderen zwei auf der faulen Haut liegen. Damit die ganze Arbeit nicht an Ihnen hängen bleibt und ein tolles Ergebnis erarbeitet wird, gibt es bestimmte Tipps, Tricks und Empfehlungen. Die richtige Vorbereitung zählt!

Planung ist alles

Damit Sie nichts überraschen kann, müssen Sie die Gruppenarbeit mit Ihrem Thema genauestens vorbereiten und planen. Wichtig: Erarbeiten Sie den Plan zusammen in der Gruppe. Damit kann keiner der Mitstreiter sagen, dass er mit bestimmten Aufgaben nicht zufrieden ist oder wichtige Informationen nicht mitbekommen hat.

Kleine Gruppen

Bei der Größer der Gruppe gibt es eigentlich nur zwei Dinge zu beachten. Keine zu große und keine zu kleine Gruppe. Zur Erklärung: Mit einer großen Gruppe verlieren Sie leicht den Überblick. Ein bestimmter Persönlichkeitstyp nutzt diese Situation gerne aus und schiebt die Aufgabe, welche zu erledigen war, auf seine Teamkollegen. Wobei man dabei nicht mehr von „Kollegen“ reden kann. Mehr als fünf Personen sind auf keinen Fall zu empfehlen. Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Termin finden müssten, an dem alle Zeit haben. In einer Gruppe von drei oder vier Leuten dürfte das etwas einfacher werden.

Der Leitsatz gilt: je größer die Gruppe, desto kleiner die Motivation. Mit einer extrem kleinen Gruppe könnten Sie sich zu viel Arbeit aufbürden. Das zehrt an den Nerven und Sie werden nur mit Müh und Not fertig.

Gruppenzusammenstellung

Neben der Gruppengröße spielt auch die Zusammenstellung der Gruppenindividuen eine Rolle. Bedenken Sie, dass jeder Typ Mensch verschiedene Stärken und Schwächen mit sich bringt. Versuchen Sie eine möglichst bunt gemischte Gruppe zu formen. Es gibt beispielsweise die geborenen Techniker, Rhetoriker oder Manager. Meist kann der Techniker nicht sehr gut präsentieren, was dann der Rhetoriker übernimmt. Außerdem ist eine Gruppe mit Ihren Freunden nicht unbedingt von Vorteil. Eher entsteht eine zu lockere Atmosphäre zum Lernen und Sie lassen sich zu leicht ablenken. Sicher werden Sie damit schon ein bisschen Erfahrung haben.

Klare Aufgabenverteilung

Sofort zu Anfang sollten Sie sich in der Gruppe treffen. Gehen Sie folgende Tagespunkte unbedingt durch:

  • Übersicht des Projekts erstellen (Brainstorming)
  • Feststellen der Stärken und Schwächen jeder Person
  • Aufgabenverteilung individuell nach Persönlichkeitstyp
  • Deadlines festlegen
  • Erste konkrete Handlungsschritte für jeden/jede bestimmen
  • Nächstes Treffen für Zwischenfazit, Probleme und Fragen setzen

Danach hat jedes Teammitglied einen Überblick des ganzen Projekts. Das ist enorm wichtig, da dieses nicht unter- oder auch überschätzt wird. Angepasst an die Stärken der Persönlichkeiten haben Sie nun konkrete Handlungsschritte bestimmt. Damit kann keiner Ihrer Mitstreiter behaupten, nicht gewusst zu haben, wie er beginnen soll. Mit den Treffen zwischendurch verhindern Sie die Situation, dass kurz vor Abgabefrist Probleme auftreten und nur die Hälfte der Aufgaben erledigt wurden. Kontrolle ist eben doch manchmal besser als Vertrauen. Besonders, wenn es um eine wichtige Note geht.

Methoden, Tipps und Tricks

Es kann nicht immer alles so funktionieren, wie Sie das gerne hätten. Trotz der richtigen Planung kann bei Ihrer Gruppenarbeit einiges schiefgehen. Doch wie verhalten Sie sich in Problemsituationen und meistern Ihr Projekt gelassen?

Streit & Diskussionen

Keine Sorge, Streit und Diskussionen gehören zu jedem Projekt. Während Streit eher negativ behaftet ist, kann Sie eine fruchtbare Diskussion sehr weit bringen. Schließlich zählt die Meinung eines jeden Teammitglieds. Diese darf und soll sogar geäußert werden. Gerade durch diese Gespräche entwickeln Sie neue Ideen und Ansätze. Sobald die Diskussion jedoch in Streit übergeht, ist Schluss mit Lustig. Im Fall, dass sich lediglich zwei Teamkollegen streiten sollten Sie oder andere unbeteiligte als Vermittler agieren. Hören Sie beide Seiten an, ohne zu werten. Wägen Sie nun nach Pro- und Kontraargumenten ab. Damit lösen sich die meisten Streite auf. Bleiben Sie aber unbedingt sachlich, sonst werden Sie eventuelle auch in den Streit involviert. Herablassende Begriffe gehen bei einem Streit überhaupt nicht.

Kleinigkeiten

Es gibt so viele Kleinigkeiten bei einer großen Projektarbeit. Manche können über das perfekte Layout Tage diskutieren. Ja, das Layout einer Präsentation ist nicht unwichtig. Sind jedoch alle Teammitglieder okay damit und die Schrift lässt sich gut ablesen, passt das auch. Kümmern Sie sich besonders zu Anfang um die wichtigen Dinge, wie den Inhalt und das Zeitmanagement. Haben Sie dann noch genug Zeit, können Kleinigkeiten immer noch optimiert werden.

Faulpelze

Bekannt und gehasst: die Faulpelze. Oftmals geben die sich erst während des Projekts zu erkennen. Sie ruhen sich aus in der Hoffnung, dass die anderen schon etwas machen werden. Schließlich möchte jeder eine gute Note haben. Es gibt zwei Optionen für Faulpelze. Entweder bringen Sie diesen zum Arbeiten oder ein Ausschluss aus der Gruppe droht. Doch im Detail:

  • Stellen Sie fest, dass eine Person nie ihre Arbeit erledigt und keine Ergebnisse vorzuzeigen hat, dann suchen Sie ein persönliches Gespräch. Vielleicht gibt es im privaten Umfeld Probleme oder die Person ist überfordert. Gehen Sie auf den vermeintlichen Faulpelz ein. So ein Gespräch kann manchmal Wunder wirken.
  • Die zweite Option, der Ausschluss aus der Gruppe, ist eine „nicht wirklich schöne“ Art. Darum ist diese Option erst, wenn gar nichts mehr funktioniert zu wählen. Gehen Sie mit Ihrem Anliegen zum Dozenten. Das sollten Sie nicht alleine machen, sondern mit den anderen Teammitgliedern, die das Projekt ernst nehmen. Der Dozent wird sicherlich Verständnis zeigen und eine gute Lösung vorschlagen.

Wenn Sie bei Ihrer Gruppenarbeit Schwierigkeiten haben, können Sie gerne einen Ghostwriter beauftragen. Professionelle Autoren können Ihnen bei Themenwahl und Literatursuche helfen, eine richtige PowerPoint-Präsentation erstellen oder die ganze wissenschaftliche Arbeit für Sie schreiben.

Tools

In der heutigen Welt des Internets haben Sie unendliche Möglichkeiten. Die Kontrolle über Ihr Projekt können Sie über eine Projektsoftware managen. Ein sehr gutes Beispiel dafür wäre Trello. Alle Teammitglieder können Aufgaben erstellen und dann in bestimmte Felder, wie „In Bearbeitung“ oder „Fertig“ ziehen.

Für Dateien mit einem bestimmten Volumen können Sie DropBox benutzen. Einfach einen kostenlosen Account erstellen, Teammitglieder einladen und den Ordner teilen.

Für die Kommunikation eignet sich das allbekannte WhatsApp. Sollte Ihnen nach mehr Redebedarf sein, können Sie über Skype ein kleines Meeting veranstalten. Das funktioniert mit einem Laptop oder Handy und einer Internetverbindung.

Fazit – Chaos adé

Gelingt es Ihnen alle Tipps umzusetzen, haben Sie gute Chancen auf eine gelungene Gruppenarbeit. Gehen Sie nicht zu gelassen mit auftauchenden Problemen um und nutzen Sie die Vorteile einzelner Gruppenmitglieder. Sie müssen den richtigen Grat zwischen Gelassenheit und Ernsthaftigkeit finden. Leistet jeder seinen Beitrag, wird Ihre Gruppenarbeit zu einem vollen Erfolg.

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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