Guter Schlaf für konzentriertes Lernen – Tipps zur erholsamen Nachtruhe

Neben produktiven Phasen braucht es ausreichend Erholung für konzentriertes Lernen. Der Schlaf spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mangelt es an Ruhephase oder sind diese von Störungen geprägt, wird der gesamte Organismus in Mitleidenschaft gezogen. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt – gewünschte Lernerfolge bleiben aus. Was es für guten Schlaf braucht, nachfolgend arrangiert.

Ein einladendes Bett bietet Stabilität, Komfort und Entlastung!

Ein gutes Bett trägt maßgeblich zu einem erholsamen Schlaf bei. Es sollte eine stabile Konstruktion aufweisen, keine störenden Geräusche verursachen und die Belüftung der Matratze erlauben. Hierfür braucht es Freiraum unterhalb des Mobiliars und einen Lattenrost. Letzterer muss nicht teuer sein. Einfache Modelle mit genügend Stabilität reichen aus. Wichtiger als funktionale Extras sind die Abstände zwischen den Latten, weil sie die Luftzirkulation verstärken und ein gesundes Schlafklima fördern. Mangelt es an Zirkulation, kann sich aufgrund der sich sammelnden Feuchtigkeit Schimmel bilden.

Von Federkern bis Latex – Matratzen für jeden Bedarf

Wesentlich bedeutsamer für die Schlafqualität als der Lattenrost ist eine hochwertige Matratze. Sie muss eine hohe Punktelastizität, Formbeständigkeit und eine bedarfsgerechte Härte aufweisen. Ob eine Taschenfederkern-, Latex- oder Kaltschaummatratze die bessere Wahl ist, hängt unter anderem von den persönlichen Schlafgewohnheiten und dem Temperaturempfinden ab. „Allergiker und Vielschwitzer profitieren von dem trockenen Schlafklima und der guten Luftzirkulation bei einer Taschenfederkernmatratze“, heißt es auf der Internetseite von AM Qualitätsmatratzen in einem Ratgeber über diese Matratzenart. Der Matratzenfachhändler klärt darin über die Vor- und Nachteile auf. Für diejenigen, die schnell frieren, raten die Experten von Taschenfederkernmatratzen ab. Anders als es die Bezeichnung vermuten lässt, sind Kaltschaummatratzen bei diesem Temperaturempfinden besser geeignet – sie halten eher warm. Latexmatratzen sind schwer und dementsprechend schlecht zu wenden. Ihre Stärken liegen in den guten hygienischen Eigenschaften – Hausstaubmilben vermehren sich in Latexmatratzen weniger stark, was Hausstauballergikern zugutekommt.

Dunkelheit – ohne Nacht kein Schlaf!

Licht hat großen Einfluss auf den Schlaf. Der Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers hängt unmittelbar davon ab. Das Schlafhormon Melatonin wird erst dann produziert, wenn es dunkel wird. Deshalb tun sich viele schwer bei Tageslicht einzuschlafen – Licht hält wach. Während es in den Wintermonaten auch bei geöffnetem Rollladen dunkel im Schlafzimmer ist, kann es sich im Sommer lohnen, das Schlafzimmer abzudunkeln. Das erleichtert die Einschlafphase.

Ordnung schafft Ruhe!

Erinnern im Schlafzimmer Dinge an das Lernen für Mathe, bevorstehende Arbeiten oder sonstige Aufgaben, kann das zu Einschlafproblemen führen. Die Wahrnehmung der unerledigten Herausforderungen bringt das Gedankenkarussell regelrecht in Schwung. Besser ist es, alles aus dem Schlafraum zu verbannen, was nicht mit Entspannung zu tun hat. Das gilt für Bücher gleichermaßen wie für Staubsauger oder Bügelwäsche. Außerdem sollte im Schlafzimmer Ordnung herrschen, weil unaufgeräumte Bedingungen ebenso von der Erholung ablenken. Klare Strukturen, Möbel mit möglichst geschlossenen Fronten und sparsam eingesetzte Dekoration tragen zum Wohlbefinden bei.

Keine Elektrogeräte im Schlafzimmer!

Ob Smartphone, Notebook oder Fernseher: Elektrogeräte haben einen negativen Einfluss auf den Schlaf. Zum einen aufgrund der elektromagnetischen Strahlung, zum anderen wegen des blauen Lichts, das von ihnen ausgeht. „Um die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin zu fördern, raten Experten dazu, spätestens zwei Stunden vorm Schlafen keine beleuchteten Displays mehr zu nutzen“, so die Empfehlung in einem Artikel zum Blaulicht von Displays bei Heise online – einer Nachrichtenseite von Heise Medien. Wer sich vom Mobilgerät wecken lässt, aber dazu neigt, es bis spät in die Nacht zu nutzen, steigt deshalb besser auf einen batteriebetriebenen Wecker um.

Angenehme Temperaturen!

Im Schlafzimmer sollte es weder zu kalt noch zu warm sein. Beides kann die Schlafqualität schmälern, Schlafstörungen auslösen oder bereits das Einschlafen erschweren. Im Idealfall liegt die Temperatur zwischen 16 und 19 Grad Celsius. Vor dem Schlafengehen ist kurzes Stoß- oder Querlüften ratsam, damit für die Nachtruhe ausreichend Sauerstoff verfügbar ist.

Routine gegen Einschlafprobleme!

Das Problem ist oft, dass das Einschlafen aufgrund bevorstehender Lerneinheiten unmöglich erscheint. Die Gedanken kreisen um den Lernstoff und die vielen Herausforderungen, die es noch zu meistern gilt. Um am Morgen ausgeruht aufzuwachen und reichlich Energie zum Lernen zu haben, ist das Einführen einer Abendroutine empfehlenswert. Viele nehmen sich nämlich am Abend zu wenig Zeit, um zur Ruhe zu kommen und sowohl Körper als auch Geist auf die Nachtruhe einzustimmen. Statt sich beispielsweise ein warmes Getränk im Lieblingssessel zu gönnen, werden noch im Bett Nachrichten gecheckt, Mails gelesen oder Instagram-Accounts durchstöbert. Neben dem künstlichen Licht verhindern die Eindrücke die Vorbereitung auf die Schlafphase.

Quelle 3 Bilder: Pixabay – StockSnap; simardfrancois; Free-Photos

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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