Umschulung zu Corona-Zeiten – so geht’s

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Aufgrund der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt oder auf der privaten Seite wird für den ein oder anderen Arbeitnehmer eine Umschulung zu einem gewissen Zeitpunkt immer interessanter. Diese Art der zweiten Ausbildung mag zu erhöhter Kompetenz und Qualifikation führen und den Einstieg für Viele in das Arbeitsleben wieder sichern. Selbst während Corona können Umschulungen realisiert werden. Wie das möglich ist und welche weiteren Details mit dem Thema verbunden sind, wird in den nächsten Minuten geklärt.


Lässt sich aus gewissen Gründen die vorher erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben, kann der Arbeitnehmer auf eine Umschulung zurückgreifen. Dabei handelt es sich um eine weitere Ausbildung, deren erlernte Tätigkeiten und Aufgaben statt der Vorherigen anschließend ausgeführt werden. Die Inhalte der Umschulung richten sich nach der bundeseinheitlichen Ausbildungsverordnung für den Tätigkeitsbereich. Praktika sowie eine Prüfung der IHK sind ebenfalls vorgesehen. Abgeschlossen wird die Umschulung mit einem anerkannten Berufsabschluss. Aufgrund der beruflich gesammelten Erfahrung bzw. der Erstausbildung verkürzt sich die Ausbildungszeit. Die Umschulung kann auch online stattfinden.

Umschulung zu Corona-Zeiten Bildquelle: Pixaybay

Warum eine Umschulung notwendig sein kann

Die Zeiten auf dem Arbeitsmarkt ändern sich. Neue Berufsbilder entstehen, andere verschwinden. Nicht zuletzt sorgt dafür die stetig wachsende Digitalisierung, die es besonders den älteren Generationen auf dem Markt schwer machen könnte. Zudem sinkt die Zahl der Beschäftigungsmöglichkeiten für Hilfskräfte stetig. Wer bisher ohne eine aktuelle Berufsausbildung im Arbeitsleben tätig war, mag eher von andauernder Arbeitslosigkeit betroffen sein als qualifizierte und ausgebildete Fachkräfte. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung lassen sich die Beschäftigungsquoten mit erfolgreichen Umschulungen um 25 Prozent steigern. Eine Umschulung ist auch für Menschen eine Option, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Umstände den erlernten Beruf nicht mehr ausführen können.

Voraussetzungen für eine Umschulung

Um Zugang zu einer Umschulung zu erreichen, müssen die erwähnten Aspekte vorliegen. Zudem muss die berufliche Tätigkeit oder die abgeschlossene Ausbildung in einem Bereich im Vorfeld nachgewiesen werden. Da es sich um eine längerfristige Qualifizierung handelt, greifen die ausgewählten Leistungsträger oft auf Fachleute wie Psychologen zurück, um die Erfolgsaussichten der Umschulung abzuschätzen und ein Gutachten zu erstellen.

Sind Umschulungen während Corona möglich?

Umschulungen in zahlreichen Berufsfeldern und mit anerkannten Abschlüssen sind auch weiterhin während der Pandemie realisierbar, sogar mit Praxiserfahrung. Wie ist das möglich? Online! Die Kurse werden online durchgeführt. Durch eine optimale Vernetzung sind zudem Gruppenarbeiten als auch Selbstlernphasen möglich, in denen das Wissen weiter vertieft werden kann. Zudem werden die Teilnehmer auf diese Weise auf spätere Teamarbeit vorbereitet.

Die Umschulungen werden in vielen verschiedenen Bereichen angeboten:

  • Basislehrgänge zum Erwerb und der Vorbereitung von Grundkompetenzen und dem Arbeiten 4.0
  • Im Bereich IT, CAD und Medien zum Fachinformatiker, Mediengestalter usw.
  • Kaufmännische Umschulungen im Bereich Industrie, Immobilien, Gesundheitswesen und Ähnlichem
  • Im Gesundheitsbereich
  • Vorbereitung auf Externenprüfungen

Praktische Erfahrung mithilfe von Simulation

Für die notwendige Ausbildung in Sachen Praxis wird u.a. auf eine virtuelle Übungsfirma 3D zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um ein simuliertes Unternehmen, in dem die Teilnehmer einer Umschulung die Rolle eines Mitarbeiters einnehmen und die einzelnen Aufgabengebiete mit ihren Schwierigkeiten kennenlernen. Der Arbeitsalltag wird unter realistischen Bedingungen geprobt. Da auch andere Lernende das 3D Programm nutzen, können reale Geschäftsabläufe nachgestellt werden. Diese Option sorgt auch während Corona und den vorliegenden Kontaktbeschränkungen für eine optimale Ausbildung und damit für einen erfolgreichen Einstieg in das neue Tätigkeitsfeld. Zudem erlaubt es Bildungsträgern, die sich dieses Modells bedienen, eine Kursstartgarantie auszusprechen.

Verschiedene Modelle – Vollzeit oder Teilzeit möglich

Interessenten an einer Umschulung können sich entscheiden, ob sie eine Umschulung in Teilzeit oder Vollzeit in Anspruch nehmen wollen. Beide Versionen bieten gewisse Vorteile. Wer sich für die Vollzeit-Version entscheidet, beendet die Ausbildung deutlich schneller. Allerdings steht bei der Teilzeit-Variante noch genügend Zeit zur Verfügung, um für ein weiteres Einkommen zu sorgen, für die Deckung laufender Kosten oder um anderen wichtigen Tätigkeiten nachzugehen, wie die Betreuung der eigenen Kinder. Allerdings verläuft die Umschulung bei diesem Modell über einen längeren Zeitraum.

Umschulung per Onlinekurse – Vorteile, die überzeugen

Nicht zu guter Letzt gingen weite Teile der Arbeitswelt durch Corona in den vergangenen Monaten online. Das bietet viele Vorteile. Die Tätigkeiten gehen weiter, es kommt zu keinem Stillstand. Arbeitswege werden gespart, da die Arbeit von zu Hause stattfinden kann. Schließlich wird auf diese Weise der persönliche Kontakt eingeschränkt und das Arbeiten wird sicherer. Die gleichen und viele Vorteile mehr bieten auch Onlinekurse einer gewählten Umschulung.
Hinzu kommen noch weitere vorteilhafte Gründe für eine Umschulung, die durch den jeweiligen Bildungsträger geschaffen werden:

  • Passende Umschulungen in vielen Berufen in Teilzeit oder Vollzeit
  • Kostenlose Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien wie Fachbücher, Tablet etc.
  • Erhalt anerkannter Zusatzzertifikate
  • Intensive Vorbereitung auf die IHK-Prüfung
  • Möglicher Erhalt einer Weiterbildungsprämie

Eine Sache der Kosten – wer übernimmt was?

Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die verschiedenen Fördermöglichkeiten der Umschulung. Die Kosten müssen nicht allein getragen werden, sondern werden anteilweise auch von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder bestimmten Kommunen übernommen.
Eine Förderung wird bspw. durch den Bildungsgutschein realisiert. Auch das Sonderprogramm IFlaS, kurz für Initiative zur Flankierung des Strukturwandels, von der Agentur für Arbeit, kann für eine finanzielle Förderung in Kraft treten.

Eine Unterstützung für die Finanzierung bieten zudem

  • Rentenversicherungsträger
  • Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD)
  • Berufsgenossenschaften

Die anfallenden Kosten der Kammer für den Lehrgang und die anschließende Prüfung wird dann vom Leistungsträger übernommen.

Online Umschulungen treffen den Zeitgeist

Wer eine Umschulung in Betracht zieht auf welche die jeweiligen Voraussetzungen zutreffen, kann mithilfe des richtigen Bildungsträgers als auch mit der finanziellen Unterstützung durch Förderprogramme eine neue Ausbildung in Angriff nehmen. Aufgrund der momentanen weltweiten Begebenheit erscheint besonders die Umschulung als Onlineversion besonders attraktiv. Dabei müssen Teilnehmer auf keine wichtigen Aspekte der Ausbildung verzichten. Das Wissen wird von kompetenten Fachleuten und Dozenten vermittelt. Die nötige Praxis unter realen Bedingungen erhalten die Teilnehmer zudem durch eine Simulation.
Allerdings mag es für den ein oder anderen eine gewisse Herausforderung darstellen, alleine im eigenen Homeoffice zu lernen und zu arbeiten. Schließlich ist viel Selbstdisziplin gefragt. Mit den richtigen Tipps und Hilfestellungen kann jedoch auch diese Herausforderung gemeistert werden.

About Grischa

Grischa hat im Dezember 2005 diesen Lernblog gestartet. Er studierte Wirtschaftsinformatik und leitet das Projekt Lern-Online.net seit Mai 2002. Das Ziel von Lern-Online.net ist Schülern und Studenten Wissen verständlich zu erklären, kostenfrei anbieten und übersichtlich gliedern.

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